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Stand: 18.04.2017

Hummel

Hummel © iStock / Getty Images
Hummel © iStock / Getty Images

Schlau sein ist anstrengend

Mehr Wissen führt nicht zu mehr Erfolg – jedenfalls, wenn man eine Hummel ist. Wissenschaftler der kanadischen Universität Guelph erforschten, wie sich die Lernfähigkeit von Hummeln auf den Erfolg der Nahrungssuche auswirkt. Überraschend: Schlaue Hummeln schneiden schlechter ab. Die Forscher fanden heraus, dass schnell lernende Hummeln weniger lang leben – und langsamer lernende sammelten über ihre gesamte Lebenszeit gesehen mehr Pollen.

Lernen ist sehr wichtig für Hummeln. Sie lernen, welche Blumen sich am meisten lohnen und wo und wann man sie findet – häufig in Ökosystemen mit Dutzenden von verschiedenen Blüten.

 

Es ist die erste Studie, die nun beweist, dass der Lernerfolg auch seine Kosten hat. Die Vermutung der Forscher: Die höhere Lernfähigkeit ist für die Hummel metabolisch schwer zu produzieren und zu erhalten. Anders gesagt: Denken ist harte Arbeit – auch für Hummeln. 

 

Streberwissen: Hummeln können nach den Gesetzen der Aerodynamik eigentlich gar nicht fliegen, lautet das populäre Paradoxon. Das Verhältnis von Flügelfläche zu Gewicht stimme einfach nicht. Das ist aber Quatsch. Für Flugzeuge stimmt die Verhältnisrechnung, für Insekten jedoch nicht – vor allem, weil sie viel kleiner sind.

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