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Stand: 22.03.2016

Korallenbleiche am Great Barrier Reef - Bild des Tages

Korallenbleiche © Jürgen Freund / WWF
Korallenbleiche © Jürgen Freund / WWF

Korallenbleiche - Alarmstufe 3!

Hohe Wassertemperaturen schädigen das Great Barrier Reef in Australien massiv. Am Nordende des 2300 Kilometer langen Riffs bei Cape York sind örtlich bereits die Hälfte der Korallen entfärbt, berichtete die zuständige Great Barrier Reef Marine Park Authority. Sie verhängte Alarmstufe 3, die höchste.

 

Hauptursache dürfte der Klimawandel sein, der für Temperaturrekorde sorgt. 2015 war das  heißeste Jahr überhaupt und auch der Februar 2016 lag schon wieder deutlich über der Durchschnittstemperatur. Die Wassertemperatur vor der Nordküste von Queensland lag im Februar an der Oberfläche bei 33 Grad – zu viel Hitzestress für die Korallen.

 

Der WWF kämpft seit vielen Jahren für den Erhalt des einzigartigen Lebensraums Riff. Der WWF Australien fordert, dafür nicht nur den Kampf gegen den Klimawandel zu forcieren. Auch die permanenten Einträge von überschüssigem Dünger aus der Landwirtschaft müssen gestoppt werden, um dem berühmtesten und größten Riff der Welt zu helfen.

Streberwissen: Korallen siedeln in Symbiose mit Zooxanthellen. Die Algen sind für die Färbung der Korallen verantwortlich. Bei zu hohen Wassertemperaturen sondern die Algen Gifte aus, die Korallen stoßen sie dann ab. Sie bleichen aus. Die gute Nachricht: Geblichene Korallen können sich erholen. Sie sterben, wenn sich keine neuen Algen ansiedeln. Korallenbleiche kann örtlich begrenzt, aber auch weltweit auftreten. Forscher beobachten momentan die "dritte globale Korallenbleiche". Sie beeinträchtigt nicht nur Australiens berühmtes Riff, sie begann 2014 an Riffen entlang der Küsten der USA. Die letzte große Korallenbleiche am Great Barrier Reef ereignete sich 2002. Das weltgrößte Riff verlor in Queensland damals rund zehn Prozent seiner Korallen.

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