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Stand: 29.04.2016

Kraniche - Bild des Tages

Kranich mit Nachwuchs © Thomas Neumann / WWF
Kranich mit Nachwuchs © Thomas Neumann / WWF

Wer schlüpft denn da?

Ab Ende April ertönt in den Feuchtgebieten rund um den Schaalsee wieder ein Chor aus piepsigen Vogelstimmen und kündigt den Frühling an. In Nestern im flachen Wasser hocken kleine gelbe Federtiere, die, gerade erst aus dem Ei geschlüpft, schon ihre langen Hälse nach Würmern aus dem elterlichen Schnabel recken. Es sind Kraniche, genauer gesagt Graukraniche (Grus grus). Von den rund 150 Kranichpaaren, die in der Schaalseelandschaft beheimatet sind, haben viele ab Ende März ein bis zwei Eier gelegt, aus denen nun nach etwa 30 Tagen Brutzeit der Nachwuchs schlüpft. Die Jungen sind Nestflüchter und folgen den Eltern schon 24 Stunden nach dem Schlüpfen auf ausgedehnte Wanderungen zur Nahrungssuche. Junge Kraniche brauchen vor allem Insekten, Würmer und Schnecken. Erst nach etwa zehn Wochen können sie fliegen und ernähren sich dann wie ihre Eltern hauptsächlich von Getreide. 

 

Streberwissen: Die eindrucksvollen Balztänze der Kraniche und ihre weit hörbaren Trompetenrufe dienten seit jeher als Stoff für Mythen und Legenden vieler Völker. In der griechischen Mythologie ist der Kranich Symbol für Fruchtbarkeit, Wachsamkeit und ein Bote des Frühlings und des Lichts. Im alten Kaiserreich China stand der Kranich für Weisheit und Langlebigkeit, in Japan ist er noch heute ein Symbol  für Glück und ein langes Leben. Die eindrucksvollen Flugformationen der Kranichzüge dienten – ähnlich wie Kaffeesatz und Karten  –  in verschiedenen Kulturen immer wieder als Stoff für Weissagungen und Orakel. Doch leider hilft das alles nichts: Trotz seiner positiven Zuschreibungen in Mythen und Legenden ist der Kranich heute fast überall durch die Entwässerung von Feuchtgebieten bedroht.

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