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Stand: 22.11.2017

Soziale Städebaumeister

Die Präriehunde Nordamerikas sind keine Hunde, sondern Nagetiere aus der Verwandtschaft der Erdhörnchen. © animal press

Soziale Städtebaumeister 

Kuscheleinheiten für den Nachwuchs sind an der Tagesordnung: Präriehunde haben einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Sie spielen viel miteinander, pflegen sich gegenseitig und jedes Mal, wenn ein Familienmitglied in den Bau zurückkehrt, beschnuppern sie sich ausgiebig – vor allem im Gesicht und rund um die Schnauze. Dieser sogenannte „Erkennungskuss“ ist ein Ritual, das typisch ist für die kleinen Nagetiere.

Präriehunde sind entgegen ihres Namens nicht mit den Hunden verwandt, sondern gehören zur Familie der Hörnchen. Wie ihre Verwandten, die Murmeltiere, leben sie meist in Kolonien aus vielen Familienverbänden zusammen.

Sie bauen komplexe Tunnel- und Höhlensysteme, in denen sie leben und sich vor Fressfeinden verstecken können. Diese unterirdischen „Wohnanlagen“ können gigantische Ausmaße annehmen. Zum Teil entstehen ganze Städte mit vielen Tausenden von Tieren. Tagsüber halten immer einzelne Tiere Ausschau nach Feinden. Ist Gefahr in Sicht, schlagen sie mit einem hohen Pfeifen Alarm.

 
Streberwissen: Die größte, bislang bekannte Präriehund-Stadt hat man Anfang des 20. Jahrhunderts in Texas entdeckt. Sie soll sich über eine Fläche von 65.000 Quadratkilometern erstreckt haben und etwa 400 Millionen „Einwohner“ gehabt haben.

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