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Stand: 01.07.2016

Herzlich willkommen - Bild des Tages

Babydelfin im Mekong © Lor Kimsan / WWF Kambodscha
Babydelfin im Mekong © Lor Kimsan / WWF Kambodscha

Nummer 81 lebt!

Es ist eine Sensation: Im Mekong wurde nahe der Stadt Kratie in Kambodscha erstmals wieder eine Delfinmutter mit einem Kalb gesichtet. Von den Mekong-Delfinen haben bis heute nur etwa 80 überlebt. Das Fischen mit Strom, Stellnetzen, Gift und Dynamit, aber auch Pestizide, Schwermetalle und Plastikmüll haben die Delfine an den Rand des Aussterbens gebracht. Schlecht geplante Wasserkraftanlagen nehmen den Delfinen die Lebensgrundlage, denn viele Fischarten, die zu ihrer Beute zählen, müssen im Mekong frei zu den Laichplätzen schwimmen können. Vor allem durch die in Bau befindliche Don-Sahong-Stauanlage in Laos nahe der kambodschanischen Grenze befürchten WWF-Experten das endgültige Aus für die Delfine, wenn die Anlage in Betrieb geht.

 

Das Verbot der illegalen Fischerei und die Arbeit der Flusswächter konnte die zerstörerische Fischereipraxis massiv eindämmen. Der WWF gründete zehn Gemeindefischereien am Mekong, um die Überfischung und illegale Fischerei einzudämmen. Der WWF unterstützt die 68 Flusswächter, die illegale Fischer festnehmen und deren Ausrüstung beschlagnahmen. Verbotene Netze werden öffentlich verbrannt. Und natürlich setzt sich der WWF für nachhaltige Wasserkraft am Mekong ein.

 

Streberwissen: Mekong-Delfine gehören zu den wenigen Delfin- und Walarten, die in Süß- und Salzwasser überleben können. Die letzten etwa 80 Tiere, die eine Unterart des Irawadi-Delfins (Orcaella brevirostris) bilden, schwimmen in neun tiefen Pools auf einer 150 Kilometer langen Strecke zwischen der Provinzstadt Kratie und der Grenze zu Laos. Mekong-Delfine können mehr als 2,70 Meter lang und 150 Kilogramm schwer werden. In den letzten drei Jahren betrug die durchschnittliche Sterblichkeitsrate erwachsener Tiere 2,4 Prozent. Zum Überleben der Spezies muss die Rate aber auf ein bis zwei Prozent gesenkt werden. Mekong-Delfine kalben nur alle zwei bis drei Jahre.

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