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Stand: 14.09.2017

Polarfuchs auf Streifzug

Polarfuchs durchstreift Sommerwiese auf Island auf der Suche nach Futter. © Wild Wonders of Europe / Orsolya Haarberg / WWF
Polarfuchs durchstreift Sommerwiese auf Island auf der Suche nach Futter. © Wild Wonders of Europe / Orsolya Haarberg / WWF

Polarfuchs auf Streifzug

Dieser Polar- oder Eisfuchs (Vulpes/ Alopex lagopus) durchstreift eine in voller Blüte stehende Sommerwiese auf Island auf der Suche nach Essbarem. Dabei ist der Polarfuchs nicht wählerisch: Er frisst so ziemlich alles, was ihm vor die Schnauze kommt, am liebsten Lemminge, Vögel oder deren Eier. Zur Not nimmt er aber auch mit Beeren und Insekten vorlieb. Mit seinem sehr guten Geruchssinn und vor allem Hörvermögen kann er sogar Beute unter dicken Schneeschichten aufspüren. Manchmal folgt er auch Eisbären über tausende von Kilometern und ernährt sich von den Überresten der Eisbären-Beute.

 

Im Frühling sowie im Herbst wechselt der Polarfuchs sein Fell, so dass er im Sommer braun ist, im Winter dagegen schneeweiß. In einer verschneiten Landschaft ist er so nur schwer auszumachen. Neben dieser weißen Farbvariante, gibt es auch die sogenannten Blaufüchse. Diese tragen im Sommer ein dunkelbraunes und im Winter ein hellgraues Fell. Diese dunkle Farbvariante ist in weiten Gebieten selten. Auf einigen Inseln und in Küstennähe kommt sie aber häufig vor. In Island tragen zum Beispiel 65-70 Prozent der Polarfüchse dunkles Fell. 

 

Frieren ist für Polarfüchse kein Problem: Wenn die arktischen Temperaturen auf -50 Grad Celsius fallen, schützt sie ihr warmes Fell mit hervorragenden Isolationseigenschaften. Deshalb wurden Polarfüchse früher auch massiv für Pelze bejagt. 

 

Streberwissen: Einige hunderttausend Polarfüchse gibt es in der gesamten Arktis. Ihr Bestand schwankt jedoch stark und ist häufig abhängig von der Anzahl der Lemminge in einem Gebiet. Bedroht sind sie allerdings in Skandinavien, wo Polarfüchse in aufwendigen Programmen gezüchtet und ausgewildert werden - zum Glück mit großem Erfolg

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