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Stand: 31.10.2016

Halloween - Bild des Tages

Japanische Riesenkrabbe (Macrocheira kaempferi) © iStock / Getty Images
Japanische Riesenkrabbe (Macrocheira kaempferi) © iStock / Getty Images

Happy Halloween: Schaurige Seespinne

Der Albtraum aller Spinnenphobiker wohnt in den Tiefen des Pazifiks: Die Japanische Riesenseespinne, auch Japanische Riesenkrabbe genannt, ist der größte lebende Gliederfüßer der Welt. Sie ist eigentlich keine echte Spinne, sondern gehört zu den Krebstieren. Ausgestreckt kann sie bis zu 3,7 Meter lang werden und bringt fast 14 Kilogramm auf die Waage. Das ist ungefähr so viel wie drei Hauskatzen, oder ein Bierkasten, oder zwei vierstöckige Hochzeitstorten, oder ein vierjähriges Mädchen.

 

Die Macrocheira kaempferi wäre die ideale Besetzung für jeden Halloween-Gruselstreifen: Auf der Suche nach Futter schleicht sie wie in Zeitlupe über den Meeresgrund. Doch keine Angst, die Riesenkrabbe ist für Menschen ungefährlich – zumindest noch. Was passiert, wenn sich ihr Krabbenhirn weiterentwickelt, kann natürlich keiner ahnen. Schon jetzt sind die japanischen Riesenkrabben nämlich sehr klug – und ziemlich skrupellos: Um sich vor Fressfeinden wie Tintenfischen zu tarnen, legen die Krabben tote Meerestiere oder Schwämme auf ihren Körper.

 

Streberwissen:

Im Fachjargon heißt die Angst vor Spinnen Arachnophobie. Sie ist die weltweit am weitesten verbreitete spezifische Phobie. Warum sich gerade vor Spinnen (und Tieren, die aussehen wie Spinnen, wie zum Beispiel unsere Riesenkrabbe) so viele Menschen fürchten, ist unklar. Der evolutionsbiologische Ansatz geht davon aus, dass unsere Vorfahren sich vor vielen hundert Jahren vor gefährlichen Spinnen schützen mussten und daher eine gesunde Angst vor den Tieren entwickelten, die über Generationen vererbt wurde. Dagegen spricht, dass in Gesellschaften, die noch sehr nahe an der Natur leben, die Spinnenphobie kaum existent ist. Wahrscheinlicher ist daher die erlernte Arachnophobie: Kinder in unserer Gesellschaft lernen von klein auf, dass Spinnen eklig und unangenehm sind und verankern diesen Glaubenssatz tief. Schade eigentlich, denn Spinnen sind sehr nützliche Tiere. Sie ernähren sich von Insekten, ohne sie gäbe es viel mehr Mücken und Fliegen. Spinnen, die Menschen angreifen, gibt es jedenfalls nur in Gruselfilmen. Versprochen!

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