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Stand: 05.05.2017

Weißer Orang-Utan

Weißer Orang-Utan © Borneo Orangutan Survival Foundation
Weißer Orang-Utan © Borneo Orangutan Survival Foundation

Weißer Orang-Utan gerettet

Auf Borneo ist ein Orang-Utan-Weibchen mit seltenem Albinismus von Tierschützern aus illegaler Tierhaltung befreit worden. Das körperlich geschwächte Tier  mit weißem Fell und blauen Augen befindet sich jetzt in einer Rettungsstation in Nyaru Menteng, wo es medizinisch versorgt wird.

 

Ein Team der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) befreite das etwa fünf Jahre alte Weibchen. Es ist unklar, wie lange es bereits von der Mutter getrennt gewesen ist. In der freien Natur bleiben Orang-Utan-Kinder mindestens bis zum siebten Lebensjahr bei ihren Müttern, die ihnen bis dahin alles Nötige beibringen, um selbstständig im Regenwald zu leben. Dass das Orang-Utan-Weibchen mit Albinismus alleine überlebt hat, grenzt an ein kleines Wunder.

 

Momentan ist das Tier im Schockzustand. Glücklicherweise zeigt das Tier aber noch wilde Verhaltensweisen, sodass die Aussicht besteht, es vielleicht bald wieder in einem Schutzgebiet auswildern zu können. Momentan hat die Genesung des entkräfteten Tieres oberste Priorität.

 

Streberwissen: Albinismus zeigt sich in Form von aufgehellten Augen, heller Haut und hellen Haaren. Dies geschieht aufgrund einer angeborenen Störung bei der Synthese von Melaninen, Farbstoffen. Albinismus geht allerdings auch häufig mit eingeschränkter Sehkraft einher und behindert das räumliche Sehen. Gerade bei Orang-Utans führt das zu großen Beeinträchtigungen – für sie ist das sichere Klettern essenzieller Teil ihres Lebens. 

 

Bildrechte: BOSF

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