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Stand: 04.04.2016

Wolf in Nordrhein-Westfalen - Bild des Tages

Wolf © Ralph Frank / WWF
Wolf © Ralph Frank / WWF

Wolf in Nordrhein-Westfalen gesichtet

Fast 200 Jahre gab es keine Wölfe mehr in Nordrhein-Westfalen, nachdem sie in ganz Deutschland ausgerottet worden waren. Nun beweist ein Video, dass im Kreis Lippe ein Wolf durch Nordrhein-Westfalen streift. Es ist erst der vierte Wolf, der in NRW gesichtet wurde, während sich die Tiere seit dem Jahr 2000 wieder in anderen Teilen Deutschlands ansiedeln. Inzwischen könnte er allerdings längst weiter gezogen sein, Wölfe legen bis zu 70 Kilometer am Tag zurück.

 

Der Wolf war aufgefallen, weil er drei Ziegen gerissen hatte. Wölfe ernähren sich hauptsächlich von Wildtieren, ungeschützte Nutztiere stellen aber natürlich eine leichte Beute dar. Das Wissen und die Erfahrung über den Schutz von Nutztieren vor dem Wolf sind mit seiner Ausrottung verloren gegangen. Deshalb müssen wir erst wieder lernen, mit dem Wolf zu leben, und Nordrhein-Westfalen braucht nun einen Wolfs-Managementplan, um insbesondere die Unterstützung für die Nutztierhalter zu regeln.

Streberwissen: Wölfe erfüllen eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem. Als Prädatoren ernähren sie sich nicht von Pflanzen sondern fast ausschließlich von Beutetieren.

Sie gelten sogar als eine Art Gesundheitspolizei unserer Wälder: Indem sie auch schwache und kranke Tiere jagen – schließlich sind diese eine leichtere Beute – tragen sie zu einem gesunden Wildbestand bei. Für den Menschen stellen gesunde Wölfe generell keine Bedrohung dar. Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland hat es keinen Fall gegeben, in dem sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat. 

Was tun, wenn man einen Wolf sieht?

  • Beobachten Sie das Tier in Ruhe und genießen Sie den Augenblick, ein einstmals ausgestorbenes Tier in Deutschland beobachten zu können.
  • Sollten Sie ein mulmiges Gefühl haben, richten Sie sich auf und machen Sie sich groß. Darüber hinaus können laute Geräusche wie Rufen oder Klatschen den Wolf vertreiben.
  • Versuchen Sie nicht, den Wolf zu streicheln oder zu füttern, er ist ein Wildtier.
  • Melden Sie Ihre Beobachtung an den zuständigen Wolfsbeauftragten oder die entsprechende Stelle Ihres Bundeslandes.

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