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Biologische Vielfalt in der Trickbox

18. Oktober 2010

WWF zeichnet junge Trickfilmtalente aus./ Konferenz zum Schutz der biologischen Vielfalt (CBD) beginnt.

 

Berlin. – Giraffen, Schmetterlinge und Papageien leben auf einer Insel – bis die Menschen kommen, und mit ihnen Häuser, Straßen und Abfall. „Für die Tiere bleibt nicht mehr viel Platz“, erklärt eine junge Sprecherstimme. Mit einem selbst entwickelten Trickfilm haben Grundschüler aus Süddeutschland gezeigt, wie wichtig der Artenreichtum für die Erde ist. Vom WWF Deutschland wurden die elf Nachwuchstalente dafür jetzt ausgezeichnet.  

 

„Wenn sich ab heute Politiker aus aller Welt in Japan treffen, um über die Rettung der biologischen Vielfalt zu entscheiden, sollten sie sich die Botschaft des Kurzfilms vor Augen führen“, sagt Bettina Muench-Epple, Referentin im WWF-Bildungsprogramm. Die Viertklässler würden in ihrem Trickfilm „Das verlorene Paradies“ deutlich machen, dass die größte Bedrohung für unzählige Tier- und Pflanzenarten menschliche Einflüsse sind. Gleichzeitig sei die Menschheit auf den Erhalt der biologischen Vielfalt angewiesen.  

 

Sechs Monate lang hatte die „Moviebande“ gezeichnet, ausgeschnitten, ein Drehbuch geschrieben, fotografiert, in der schuleigenen Trickbox animiert und die Texte gesprochen. Herausgekommen ist ein raffinierter Kurzfilm über Umweltzerstörung, das Aussterben der Tierwelt und die Rolle der Menschen dabei. Inspirieren lassen hatten sich die Schüler im Deutschunterricht von dem Kinderbuch „Es war einmal eine Insel oder Das verlorene Paradies“ von Sigrid Heuck.  

 

Hintergrund:
Vom 18. bis 29. Oktober 2010 findet in Nagoya, Japan, die 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) statt. Die Regierungen haben jetzt die Chance, einen Plan zu verabschieden, der den dramatischen Verlust des Artenreichtums bis zum Jahr 2020 stoppt.  

 

Nach dem jüngsten Living-Planet-Report, der weltweit wichtigsten Studie zum Zustand der Erde, ist die Lage ernst: Die Bestände von 2.500 untersuchten Arten sind seit den 1970er Jahren um durchschnittlich 30 Prozent eingebrochen; bei Arten in den Tropen lag der Bestandsverlust sogar bei 60 Prozent.

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