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Carbon Disclosure Project (CDP): 82 Prozent der weltweit größten Unternehmen legen Emissionen offen

21. September 2009

 

New York / Berlin, 21.09.2009 – Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat heute in New York seinen Global 500 Report veröffentlicht. Insgesamt haben 82 Prozent der 500 weltweit größten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) ihre Treibhaus-gasemissionen offen gelegt. Besonders in Brasilien, Russland, Indien und China hat sich die Teilnahmequote im Gegensatz zum letzten Jahr auf 44 Prozent verdoppelt.

 

Jährlich befragt das Carbon Disclosure Projekt, hinter dem 475 institutionelle Anleger mit einem Investitionsvolumen von 55 Billionen US-Dollar stehen, 3.700 der weltweit größten Unternehmen nach ihren Treibhausgasemissionen und ihren Strategien, mit dem Klimawandel umzugehen. Der diesjährige Bericht, produziert von PricewaterhouseCoopers, weist die höchste Antwortquote von Unternehmen auf, die seit der Gründung des Carbon Disclosure Projects im Jahr 2000 jemals erreicht wurde. In Asien ist der Prozentsatz der Unternehmen, die die Anfrage des Carbon Disclosure Projects beantwortet haben, von 29 Prozent im Jahr 2008 auf 68 Prozent in diesem Jahr gestiegen.

 

Nur 63 Prozent der Unternehmen legen Reduktionsziele vor, wovon lediglich 36 Prozent über das Jahr 2012 hinaus gehen. Viele Unternehmen geben an, dass ein globales Klimaabkommen in Kopenhagen im Dezember dringend notwendig sei, um Planungssicherheit für die geforderten Reduktionsziele zu haben. Höher werden in diesem Jahr auch physische (78 Prozent, 2008: 74 Prozent) und regulatorische Risiken (78 Prozent, 2008: 74 Prozent) eingeschätzt.

 

Das Carbon Disclosure Project erstellt jährlich aus den Unternehmensdaten einen Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI). Hier liegen in diesem Jahr mit Bayer und BASF zwei deutsche Unternehmen jeweils mit an der Spitze ihrer Branche. Dieser Index gibt allerdings nur Auskunft über die Qualität der Berichterstattung. Daher wurde in diesem Jahr der sogenannte „Perfomance Score“ eingeführt, der die Unternehmen auch im Hinblick auf klimarelevante Investitionen und die Reduktion von Emissionen bewertet. Hier erreichten u.a. BASF, Allianz und Siemens höchste Bewertungen.

 

„Das Carbon Disclosure Project liefert Investoren und Finanzanalysten kritische Daten und Informationen darüber, wie gut die Unternehmen darauf vorbereitet sind, in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch den neuen „Perfomance Score“ kann man noch genauer erkennen, wer langfristige Risiken reduziert und Chancen systematisch entwickelt “, erläutert Caspar von Blomberg, Geschäftsführer des CDP Deutschland den internationalen CDP-Bericht.

 

Am 13. Oktober wird der deutsche Bericht des Carbon Disclosure Projects in Frankfurt am Main vorgestellt. Befragt wurden die 200 (nach Marktkapitalisierung) größten deutschen Unternehmen.

Über CDP
Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die die weltweite größte Datenbank für unternehmensrelevante Klimainformationen führt. Im Auftrag von 475 institutionellen Investoren fordert das CDP jährlich weltweit börsenotierte Unternehmen auf, ihre klimarelevanten Unternehmensdaten an das CDP zu berichten. Das CDP stellt die Daten den Kapitalmärkten zur Verfügung. Ziel ist es, CO2-Emissionen als wichtige Wirtschafts- und Erfolgsfaktoren in Unternehmen wahrzunehmen. In Deutschland ist das CDP seit 2006 aktiv. Die im DAX notierten Unternehmen sind unter den Teilnehmern fast vollständig vertreten. Die strategischen Partner des CDP in Deutschland sind WWF Deutschland und der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

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