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Den letzten Pandas auf der Spur

01. Dezember 2010

WWF-Kamerafalle knippst Pandabären im Naturschutzgebiet Yele.

 

Frankfurt - Zum ersten Mal ist es gelungen einen fotografischen Nachweis für die letzten lebenden Großen Pandabären im Yele-Naturschutzgebiet in der chinesischen Provinz Sichuan zu erbringen. Drei Jahre lang mussten sich Ranger und Experten der Umweltschutzorganisation WWF gedulden, bis ein Großer Panda in eine der installierten Fotofallen tapste. „Es war schon lange bekannt, dass es eine kleine Panda-Population im Schutzgebiet gibt. Doch wir haben bisher keinen vor die Kamera bekommen. Daher sind die Bilder ein großer Erfolg für uns“, erklärt Susanne Honnef, Panda-Expertin beim WWF Deutschland. Die Kameraaufnahmen zeigten, so Honnef, ein gesundes, gerade ausgewachsenes und vermutlich männliches Exemplar. Nach WWF-Angaben gibt es weltweit noch rund 1600 Pandabären in freier Wildbahn. Neun bis zehn Tiere leben im Yele-Schutzgebiet.

 

Im Jahr 2007 startete der WWF ein umfangreiches Monitoringprojekt in der Region. Seitdem knipsten infrarotgesteuerte Fotofallen rund 200 Tiere aus über 20 verschiedenen Arten, darunter Takins, Füchse, Rote Pandas, chinesische Seraus und Schwarzbären. Ein Ziel des Projektes ist es, so der WWF, ausreichende Informationen über die Panda-Population zu sammeln, deren Lebensraum, -gewohnheiten und Wanderrouten, um sie so besser schützen zu können. Nach WWF-Angaben ist der Lebensraumverlust ein Hauptbedrohungsfaktor für den Großen Panda. Außerdem leidet die Art unter der Zerstückelung in immer kleinere Populationen, die der Gefahr von Inzucht ausgesetzt sind.

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