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Der "grünste" Weihnachtsbaum Berlins

04. Dezember 2006

Klaus Wowereit und WWF-Panda bringen FSC-Weihnachtsbaum zum Leuchten

 

Berlin, 4.12.06: Der "grünste" Weihnachtsbaum Berlins strahlt seit heute 18.00 Uhr vor dem Roten Rathaus in Berlin. Um die 24.000 Birnchen mit Strom zu versorgen, strampelte der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, zusammen mit dem WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes und dem Leiter der Berliner Forsten Elmar Lakenberg auf dem Standfahrrad. Die Dynamos der aufgebockten Fahrräder wandelten die reine Muskelkraft in den nötigen Strom um, um die Initialzündung für die diesjährige Festbeleuchtung zu geben. "Dass wir in diesem Jahr eine Ökotanne aus dem heimischen Wald vor dem Haus stehen haben, freut mich besonders", betonte Klaus Wowereit.     

 

Um den Baum haben sich in diesem Jahr die Umweltstiftung WWF Deutschland und die Berliner Forsten gekümmert. Die Küstentanne steht ganz im Zeichen der Ökologie: Der Weihnachtsbaum stammt aus Wansdorf, nördöstlich von Spandau. Durch die kurze Anfahrt wurde ein Großteil der Energie eingespart, die sonst für den Transport durch halb Europa angefallen wäre. Gleichzeitig setzen die Initiatoren mit dem heimischen Gehölz ein Zeichen für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Berliner Forsten sind seit 2002 nach den Kriterien des FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert. Der FSC ist nach Einschätzung des WWF die derzeit einzige internationale Zertifizierung, die eine umweltverträgliche, wirtschaftlich tragfähige und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung garantiert. "Für die Berliner Forsten erfüllt eine Waldpflege auf Grundlage der FSC-Kriterien am besten die hohen Anforderungen, die jeden Tag an den Erholungswald gerichtet werden", erklärte Elmar Lakenberg. Ein Qualitätsanspruch, dem auch der Christbaum vor dem Roten Rathauses genügt.  

 

Bei der Beleuchtung wurde ganz auf  Energieeinsparung gesetzt. 200 Lichterketten lassen die Zweige des Ökobaumes erstrahlen. Hier gingen die Initiatoren innovative Wege: Anstatt auf herkömmliche Lichterketten zu vertrauen, setzt man auf LED-Technik. Sie bietet den Vorteil, dass sich der Stromverbrauch um rund 80 bis 90 Prozent reduziert. Die dann noch benötigte Energie stammt aus umweltfreundlichen Quellen wie Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen.  

 

Damit dürfte in diesem Jahr der berüchtigte Wettstreit um die Berliner Weihnachtsbäume entschieden sein. "Vielleicht gibt es irgendwo in Berlin längere, dickere oder spitzere Bäume, aber die Tanne vor dem Roten Rathaus ist mit Sicherheit der ‚grünste’ Weihnachtsbaum Berlins", freut sich der WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes. Mit dem 18 Meter großen FSC-Baum wolle man ein Zeichen für naturnahe Waldbewirtschaftung setzen. Frei nach dem Motto: "O Tannebaum, dein Kleid will mich was lehren",  hoffe man, dass möglichst viele Menschen ebenfalls auf energiesparende Beleuchtung, Ökostrom und  umweltverträglich angebaute Christbäume setzen.

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