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Der Panda ist in Top-Form

21. Juni 2006

WWF freut sich über mehr Förderer und Rekordeinnahmen

 

Frankfurt a. M., 21. Juni 2006-Immer mehr Menschen fördern den Naturschutz im Zeichen des Pandas. Wie schon in den Vorjahren stieg auch 2005 die Zahl der Förderer des WWF Deutschland. 307.000 Spender unterstützten die Umweltstiftung, das sind 22.500 mehr als 2004. Die Einnahmen kletterten auf ein Rekordniveau von 25,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent. Diese Zahlen präsentierte der WWF heute in Frankfurt bei der Vorstellung seines Jahresberichts 2005. 'Das ist ein tolles Ergebnis, das uns alle sehr motiviert. Kompetenz, langer Atem und die Glaubwürdigkeit des WWF werden von den Menschen honoriert', freut sich WWF-Finanzgeschäftsführer Werner Zidek.

 

 

 

Damit wachse die finanzielle Basis für eine erfolgreiche Naturschutzarbeit. Mit insgesamt 19,5 Millionen Euro investierte der WWF 2005 mehr Geld als je zuvor in 53 internationale und 35 nationale Projekte. Schwerpunkt war die Kampagne zur Rettung der der Orang-Utan-Wälder auf der Insel Borneo. Pro Minute wird im Regenwaldparadies eine Fläche von drei Fußballfeldern abgeholzt. Die Aktionen des WWF tragen Früchte: Die Staaten Brunei, Malaysia und Indonesien gaben im Mai bekannt, dass Sie mit dem 'Herz von Borneo' ein bis zu 220.000 Quadratkilometer großes Schutzgebiets-Netzwerk errichten wollen.

 

 

 

'Die Tropenwälder liegen uns ganz besonders am Herzen. Sie sind die Schatzkammern unseres Planeten', betont WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch. Deshalb setzt der WWF seine langjährigen Projekte im afrikanischen Kongobecken fort. Hier wird 2006 ein trinationaler Umweltfonds eingerichtet - ein Modellprojekt für das nachhaltige Management von Schutzgebieten. Neu hinzu kommt das Engagement des WWF Deutschland im Amazonas. Zum Schutz der Regenwälder Brasiliens beteiligt er sich an der größten Naturschutzinitiative aller Zeiten, mit der die geschützte Waldfläche im Amazonas bis 2012 verdreifacht werden soll. Damit ist der WWF Deutschland in allen drei großen Regenwaldgebieten der Erde aktiv.

 

 

 

2005 war aber auch das Jahr der Naturkatastrophen: Hurrikane wie 'Katrina' im Golf von Mexiko, verheerende Waldbrände in Portugal, eine Dürre bislang unbekannten Ausmaßes im Amazonas oder die Rekordschmelze in der Arktis zeigen, dass die Folgen der menschlichen Eingriffe in die Natur immer weniger zu kontrollieren sind und zudem enorme Kosten verursachen. Vor diesem Hintergrund begrüßt Dr. Peter Prokosch die Verabschiedung des Kioto-Protokolls im vergangenen Jahr: '2005 sollte auch der letzte Zweifler am vom Menschen verursachten Treibhauseffekt aufgewacht sein. Der Klimawandel ist die größte globale Bedrohung für Mensch und Natur.'

 

 

 

Mit Nachdruck setzt der WWF auf einen umweltschonenden Konsum. So können Verbraucher seit letztem Jahr Fischstäbchen aus nachhaltigem Fang mit dem MSC-Siegel kaufen. Und die größte Offset-Druckerei Europas druckt mittlerweile auf Papier mit dem Nachhaltigkeitszertifikat FSC. Mit der Eröffnung des 'Internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz' in Hamburg im Mai 2006 verstärkt die Umweltstiftung zudem ihr Engagement für die Ozeane. Bis 2010 sollen zehn Prozent der Weltmeere unter Schutz stehen.

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