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Der WWF wird 45

08. September 2006

WWF-Bilanz: Viele Erfolge, wachsende Herausforderungen

 

Frankfurt a. M., 08.09.2006: Am 11. September 1961, vor 45 Jahren, wurde der WWF gegründet. Die rapide zurückgehenden Wildtierbestände in Afrika waren der Anlass für eine Reihe prominenter Naturschützer um Peter Scott und Julian Huxley, um Spenden für Naturschutzprojekte in aller Welt zu sammeln. Aus diesen Anfängen hat sich der WWF zu einer der weltweit größten, unabhängigen Naturschutzorganisation entwickelt, die in über 100 Ländern aktiv ist. Zur Zeit unterstützt der WWF weltweit 2.000 Projekte und beschäftigt 4.400 Mitarbeiter. Teil dieses Netzwerks ist auch der WWF Deutschland, der seit 1963 auf über 300.000 Förderer angewachsen ist.

 

Der Schutz zahlreicher bedrohter Arten zählt zu den Erfolgen des WWF. So ist unter anderem auch durch die Arbeit des WWF der Bestand des Pandas - das Wappentier des WWF - zumindest stabil geblieben, der Sibirische Tiger in der Amurregion und das Panzernashorn in Nepal haben überlebt. Das Arbeitsfeld des WWF vergrößerte sich mit den Jahren und mit den stetig wachsenden Herausforderungen. Standen zu Beginn vor allem der Artenschutz und die Ausweisung von Schutzgebieten im Mittelpunkt, rückten mit der Zeit ganze Lebensräume und langfristige Strategien für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in den Mittelpunkt. Neben Naturschutzprojekten vor Ort traten die Bekämpfung Ursachen der Naturzerstörung, Umweltbildung und politische Lobbyarbeit mit auf den Arbeitsplan.

 

Bei seinen vielfältigen Aufgaben setzt er WWF auf Dialog statt Konfrontation. Gemeinsam mit seinen Partnern wie den lokalen Bevölkerungsgruppen vor Ort aber auch Regierungen, Wirtschaftsunternehmen oder Entwicklungsbanken setzt der WWF seine Konzepte für den Schutz der Natur um. Diese Strategie trägt Früchte: In Zusammenarbeit mit der brasilianischen Regierung, der Weltbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Globalen Umweltfazilität hat der WWF im Amazonasgebiet das größte Regenwaldschutz-Projekt aller Zeiten gestartet: Bis zum Jahr 2012 soll die geschützte Regenwaldfläche in Brasilien etwa verdreifacht werden - auf fast die eineinhalbfache Fläche Deutschlands.

 

Heute konzentriert sich die Umweltstiftung auf die sechs Themenbereiche Wälder, Meere, Süßwasser, Klima- und Artenschutz sowie Giftstoffe. Geographisch gesehen fokussiert der WWF seine Arbeit auf 200 ausgewählte Schlüsselregionen, die so genannten "Global 200", die sich durch eine besonders schützenswerte Lebensraumvielfalt auszeichnen. Vom Wattenmeer bis Madagaskar, vom Amazonas bis in den russischen fernen Osten zeugen Hunderte von Projekten vom Engagement der Naturschützer. Trotz dieser Erfolge bestimmen große Herausforderungen die Zukunft: Durch das Bevölkerungswachstum und den steigenden Ressourcenverbrauch nimmt der Druck auf die Natur zu.

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