WWF-Vertretung in Berlin

- WWF-Vertretung in der Reinhardtstraße in Berlin. © Andreas Eistert / WWF
Seit März 2003 ist der WWF auch mit einer eigenen Vertretung mit Dr. Christine Kolmar als Leiterin und zugleich Mitglied der Geschäftsleitung am Regierungssitz präsent. Zentral am Hackeschen Markt gelegen, engagieren sich seitdem 14 MitarbeiterInnen bei Politik und Entscheidungsträgern für die Natur. Denn: Naturschutz findet beim WWF zwar nach wie vor auch in Gummistiefeln statt. Doch längst ist die Umweltstiftung auch auf dem Datenhighway mit modernster Technik und auf politischem Parkett durch die Lobbyarbeit bei Ministerien und Parlament präsent. Der Bedrohung unserer natürlichen Ressourcen und Naturschätze ist anders gar nicht zu begegnen.
Alle großen Abkommen zum Schutz von Lebensräumen und biologischer Vielfalt werden auf politischer Ebene verhandelt. Für die Bedrohungsfaktoren wie zum Beispiel Landwirtschaft, Fischerei oder den Klimawandel werden die Weichen in der Politik gestellt.
Deshalb muss der WWF auch auf politischem Parkett geschickt agieren, wenn er Natur retten will. Das gilt für Deutschland, aber auch für Europa. So sind über 80 Prozent der deutschen Umweltgesetzgebung durch EU-Richtlinien und -Vorgaben bestimmt. Ein Grund für den WWF, die Verbindung zwischen den Büros in Berlin und Brüssel sehr eng zu halten.
Klimaschutz, EU-Politik und ländlichen Entwicklung sind die inhaltlichen Schwerpunkte der Berliner WWF-Arbeit. Die KollegInnen in der Bundeshauptstadt laden zu parlamentarischen Abenden ein, treffen Abgeordnete aller Parteien im Bundestag, kommentieren Gesetzesvorhaben und versuchen frühzeitig Einfluss auf die Entscheidungsträger zu gewinnen.
Am Regierungssitz werden auch Events abgehalten, die den Medienvertretern Bilder und Interviewpartner des WWF liefern – zum Beispiel zum Urwaldschutzgesetz. Da schlüpfen dann schon mal Mitarbeiter in Orang-Utan-Kostüme, um den WWF bilderstark in die Hauptnachrichten zu bringen.
Da in Berlin auch die meisten Journalisten Deutschlands arbeiten, bedient der WWF auch von dort aus die Medien und kann leichter gute Beziehungen zur Presse aufbauen. Das ist notwendig, denn heute gilt: Ohne gute Presseresonanz sinkt der Einfluss, den wir zum Schutz der Natur geltend machen müssen.

