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Deutschlands schmutzigste Kraftwerke

05. April 2007

WWF-Ranking zeigt Braunkohleanlagen als größte Klimaverschmutzer

 

Berlin - Frimmersdorf, Jänschwalde und Buschhaus sind nach neuen Berechnungen des WWF die drei schmutzigsten Kraftwerke in Deutschland. Unter den zehn größten Dreckschleudern der Republik sind acht Braunkohlekraftwerke. Allein RWE betreibt fünf der zehn klimaschädlichsten Anlagen.  

 

Das Ranking wurde im Auftrag des WWF vom Öko-Institut Berlin auf Grundlage der am Montag von der europäischen Kommission veröffentlichten Emissionsdaten für alle unter den Emissionshandel fallenden Anlagen berechnet. Es listet die 30 deutschen Kraftwerke mit dem größten CO2-Ausstoß pro erzeugter Kilowattstunde. Die schmutzigsten Anlagen sind ausschließlich Kohlekraftwerke.  

 

„Kohle- insbesondere Braunkohlekraftwerke sind Deutschlands größte Klimakiller und das Festhalten an Kohle macht es unmöglich, die kürzlich beschlossenen Klimaschutzziele der EU zu erreichen“, kritisiert Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Jetzt sollen aber genau diese Dreckschleudern gesetzlich wieder bevorzugt werden.“  

 

Derzeit ringen Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, ob CO2-intensive Braunkohlekraftwerke im zukünftigen Nationalen Allokationsplan besonders privilegiert werden.  

 

„Wer derzeit Sonderregelungen für Braunkohlekraftwerke fordert, entlarvt sich als Gegner der deutschen und europäischen Klimaschutzbemühungen“, sagt Regine Günther. „Politik á la Glos erstickt jeglichen Anreiz für die Unternehmen im Keim, auf klimafreundlichen Brennstoff umzusteigen.“

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