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Die Hälfte aller Pandas wird geschützt

25. Oktober 2006

WWF erkennt neue Schutzgebiete in China als „Geschenk an die Erde“ an

 

Frankfurt a. M./Peking, 25.10.2006: Die Gouverneure der chinesischen Provinzregierungen Sichuan und Gansu haben heute angekündigt, bis 2010 eine Gesamtfläche von 1,6 Millionen Hektar zu schützen, das entspricht etwa der Größe Thüringens. Damit haben mehr als 700 Pandas eine sichere Zukunft, beinahe die Hälfte aller noch frei lebenden Tiere. Durch neu ausgewiesene Gebiete im Minshan-Gebirge im Südwesten Chinas werden Korridore zwischen den bereits bestehenden Schutzgebieten geschaffen. Die seltenen Bambusbären können sich dadurch freier bewegen, isolierte Bestände können sich wieder vermischen, und eine gesunde Zukunft dieser charismatischen Tiere ist gesichert.  

 

„Die Pandas haben durch dieses große Schutzgebiet eine reelle Chance zu überleben“, freut sich Susanne Honnef, WWF-Artenschutzexpertin. Der WWF erkennt die Initiative als „Geschenk der Erde“ in einer Reihe besonders bedeutender Naturschutzinitiativen an. Die beiden Gouverneure der chinesischen Provinzen Sichuan und Gansu haben eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Pandas angekündigt. Dazu zählen neben der Ausweisung neuer Schutzgebiete ein verbessertes Management der bestehenden Gebiete, Korridore zu schaffen, die die Gebiete miteinander verbinden, Bambuswälder aufzuforsten und weiterhin keinen Holzeinschlag zuzulassen. Beide Regierungen haben außerdem angekündigt, bis 2010 weitere 900.000 Hektar Schutzgebiete für andere bedrohte Arten einzurichten.  

 

Der WWF hofft, dass diese Naturschutzgebiete noch weiter wachsen werden, damit noch mehr gefährdete Arten darin überleben können. Die jüngste Panda-Zählung 2004 hat ergeben, dass noch etwa 1.600 Pandas in freier Wildbahn leben, davon rund 44 Prozent in der Minshan-Region, in der das heutige „Geschenk an die Erde“ dem Großen Panda eine langfristige Überlebenschance bietet.

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