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Die Natur braucht jeden Euro

05. Juli 2007

WWF Deutschland legt Jahresbericht 2006 vor. Zahl der Förderer wächst erneut

 

Hamburg - Der WWF Deutschland befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. 2006 unterstützen 324.000 Förderer die Arbeit der Umweltstiftung – 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen stiegen im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent auf 27,3 Millionen Euro. Der WWF Deutschland führte im letzten Jahr 53 nationale und internationale Naturschutzprojekte durch.  

 

„Seriöser und erfolgreicher Umweltschutz der Marke WWF wird von immer mehr Menschen unterstützt. Für uns ist das Vertrauen der Spender Motivation und Auftrag, unseren Weg im Kampf für Regenwälder, Meere und Klimaschutz konsequent fortzusetzen. Aber das gute Ergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir noch weit mehr Unterstützung benötigen, um die globalen Umweltprobleme zu lösen. Die Natur braucht jeden Euro“, erklärte WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes in Hamburg.  

 

Große Fortschritte konnte der WWF beim Regenwaldschutz erzielen. Die Länder Malaysia, Indonesien und Brunei beschlossen auf Initiative des WWF 220.000 Quadratkilometer des artenreichen Tropenwaldes auf der Insel Borneo durch Nationalparke und nachhaltige Nutzung zu schützen. Mit Unterstützung der Brauerei Krombacher konnte der WWF das Kapital der Regenwaldstiftung für das Dzanga-Sangha-Gebiet im Kongobecken auf 3,2 Millionen Euro aufstocken. „Die Bewahrung der Regenwälder ist ein entscheidender Eckpfeiler im Kampf gegen den Klimawandel“, betonte Brandes. Der WWF wird sein Engagement für die Regenwälder 2007 mit einer Kampagne zur Rettung des Amazonas intensivieren.  

 

Dass sich langer Atem lohnt, bewies die WWF-Initiative zum Korallenschutz. Nach achtjähriger Lobbyarbeit stellte die Europäische Union Ende 2006 mit der Rockall und der Hatton Bank zwei der schönsten Kaltwasserkorallen-Riffe im Nordostatlantik unter Schutz. Der WWF konnte viele weitere Erfolge feiern: China kündigte neue Panda-Schutzgebiete an. Die Zahl der Seeadler-Brutpaare in Deutschland stieg seit 1980 um das Vierfache auf 531 Paare an. In einer Verbraucherkampagne zum Schutz der Meere verteilten die Umweltschützer 1,5 Millionen handliche „WWF-Fischführer“ mit Tipps für den Fischkauf.  

 

Große Sorgen bereitet dem WWF das globale Artensterben. Die Rote Liste wuchs erneut an, auf über 16.119 gefährdete Spezies. 77 Prozent der wirtschaftlich genutzten Fischbestände bis an ihre Grenzen oder darüber hinaus ausgebeutet. Nach dem „Living Planet Report“ des WWF hat sich der ökologische Fußabdruck des Menschen, das heißt der Verbrauch an Rohstoffen und Landschaft, seit 1960 verdreifacht.  

 

Weltweit ist der WWF in über 100 Ländern aktiv und setzte 2006 etwa 374 Millionen Euro um. Die globale WWF-Familie führte im vergangenen Jahr 2000 Schutzprojekte durch. Der WWF ist damit die größte internationale Naturschutzorganisation.

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