Content Section

Die WWF-Sommertipps, Teil IV: Last Minute Naturziele

16. Juli 2008

Endlose Sandstrände, glasklare Seen und einsame Urwälder: Die WWF-Urlaubstipps für Daheimgebliebene und Kurzentschlossene.

 

Frankfurt - Noch keine Urlaubspläne für den Sommer? Und nicht die geringste Lust, die schönste Zeit des Jahres auf Balkonien zu verbringen? - Die WWF-Projektregionen in Deutschland sind spannende Urlaubsziele für Kurzentschlossene und Daheimgebliebene. Die Insel Rügen, der Schaalsee, die Uckermärkische Seenlandschaft und das Wattmeer gehören zu den besonders schützens- und besuchenswerten Naturparadiesen unseres Landes. „Tourismus und Umweltschutz schließen sich nicht aus“, erklärt WWF-Tourismusexpertin Birgit Weerts. „Nur was der Mensch kennt, was er sieht und liebt, dass ist er auch bereit zu schützen.“ Die WWF-Projektgebiete zählen zu den letzten Naturoasen unseres Landes und Weerts verspricht: „Deutschland ist überraschend vielseitig und exotisch. Am besten entdeckt man diese Regionen in einem umwelt- und klimafreundlichen Urlaub mit Rücksichtsnahme auf Fauna und Flora vor Ort.“  

 

Reif für die Insel: Rügen
Jasmund auf der Insel Rügen ist der kleinste Nationalpark Deutschlands und zugleich ein Höhepunkte der deutschen Ostseeküste. Kreidefelsen, Meer und Buchenwälder – jedes Jahr erleben über eine halbe Million Besucher die einzigartige Natur. Radfahren, Wandern, Tauchen, Segeln und Surfen – die Insel bietet jenseits der Nationalparkgrenzen eine breite Palette an sportlichen Aktivitäten, vor einer beeindruckenden Naturkulisse. Um ein verträgliches Miteinander von Sport und Natur zu erwirken, haben der WWF, Verbände und Behörden gemeinsam nach Wegen gesucht, die Schönheit Rügens dauerhaft zu bewahren.

 

Ungeahnte Tiefen: der Schaalsee
Einst verlief die innerdeutsche Grenze durch die idyllische Hügel- und Seenlandschaft zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Natur profitierte davon und konnte sich fast ungestört entwickeln. Herz der Region ist der Schaalsee, mit 72 Metern tiefster See Norddeutschlands. Hier tummeln sich Fischotter, Kraniche und Seeadler. Jedes Jahr ab dem Spätsommer rasten abertausende von Enten und Gänse auf den Wasserflächen. Ein beeindruckendes Schauspiel, nicht nur für Vogelkundler. Um diese Naturoase für Tier und Mensch zu erhalten, hat der WWF auf einer Fläche von über 30.000 Hektar ein länderübergreifendes Schutzprojekt mit auf den Weg gebracht.  

 

Wasser-Wildnis: Uckermärkische Seenlandschaft
Urwald ähnliche Buchenwälder, undurchdringliche Moore, zauberhafte Orchideenwiesen und glasklare Seen - die Uckermark gehört zu den attraktivsten und auch beliebtesten Naturzielen Deutschlands. Vor allem bei Kanuten ist die Wasserwanderstrecke zwischen Feldberg und Himmelpfort ein beliebtes Reiseziel. Naturparkverwaltung und WWF haben gemeinsam mit relevanten Partnern ein Informations- und Leitsystem für Paddler installiert, dass die Störungen für Flora und Fauna deutlich reduzierte. Außerdem hat der WWF Biotope und besonders schützenswerte Reservate aufgekauft und so dauerhaft geschützt.  

 

Zwischen Ebbe und Flut: Wattmeer und Helgoland 
Mit rund 10.000 Quadratkilometern Wattfläche, Prielen und Flachwasser, Sandbänken, Dünen und Salzwiesen ist die Nordseeküste der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks das größte Wattenmeer der Erde. Ebbe und Flut bestimmen hier den Lebensrhythmus. Neben vielen Brutvögeln nutzen rund zehn Millionen Zugvögel, vor allem Gänse und Enten das Wattenmeer. Hinzukommen Großsäuger wie Seehund, Kegelrobbe und Schweinswal. Seit 1977 setzt sich der WWF intensiv für das Wattenmeer ein. Ein besseres Besucherinformationssystem und die Partnerschaft mit nationalparkfreundlich arbeitenden Reiseunternehmen gehören im Bereich Tourismus zu den Erfolgen. Ein besonderes Hochseeabenteuer ist ein Urlaub auf Helgoland. Einmalig in Deutschland können Besucher dort Kegelrobben hautnah erleben. Über das forum anders reisen, dem Verband für umwelt- und sozialverträglichen Tourismus, werden Robbenexpedition sogar Pauschal angeboten.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken