Tauchfahrt in die Tiefsee

© WWF-Canon / Ian HUDSON
© WWF-Canon / Ian HUDSON

Wie tief ist eigentlich "Tiefsee"? Und was ist auf den einzelnen Stockwerken abwärts zu entdecken? Damit Sie es sich etwas besser vorstellen können, haben wir einen kleinen Tauchgang für Sie vorbereitet:

 

 

 

 

 

Tiefe bis 300 Meter 

  • Tropische Korallenriffe liegen  direkt unter der Meeresoberfläche.
  • 40 Meter ist die empfohlene maximale Tauchtiefe für Sporttaucher.
  • 93 Meter beträgt die durchschnittliche Tiefe der Nordsee.
  • Bis 200 Meter Tiefe ist die artenreichste Region der Ozeane. Hier leben Fische, Krebse, Quallen und Kleinstlebewesen wie Plankton.
  • 214 Meter tief tauchte 2007 der Österreicher Herbert Nitsch – ohne Hilfsgeräte.
  • 233 Meter ist die größte gemessene Tauchtiefe einer Karettschildkröte.  

Bis 1.000 Meter

  • 300 Meter: Hier endet die Licht durchflutete Zone, die Tiefsee beginnt.
  • 500 Meter tief taucht der Kaiserpinguin.
  • 700 Meter tief tauchen Robben.
  • 925 Meter: In dieser Tiefe beobachtete 1934 William Beebe in einer stählernen Kugel als erster Mensch Tiefseebewohner in ihrer natürlichen Umgebung.
  • 1.000 Meter: Hier leben Tiefseefische wie der Atlantische Sägebauch.  

Bis 3.000 Meter 

  • 1.467 Meter: Die derzeit größte Tiefe, in der nach Öl gebohrt wird.
  • 1.500 Meter ist die Tiefenreichweite moderner Grundschleppnetze.
  • 1.800 Meter: Aus dieser Tiefe förderte der britische Polarforscher Sir John Ross im Jahr 1818 Würmer und ein Medusenhaupt zutage.
  • 2.000 Meter: In dieser Tiefe wurden 1977 die ersten Schwarzen Raucher entdeckt.
  • 3.000 Meter: Bis in diese Tiefe wachsen Kaltwasserkorallenriffe.
  • 3.000 Meter: Lebensraum des Riesenkalmars.
  • 3.000 Meter: Tauchtiefe des Pottwals.  

Bis 5.000 Meter 

  • 3.657 Meter: Wrack der Titanic.
  • 3.870 Meter: Durchschnittliche Tiefe der Ozeane.
  • 4.261 Meter: Drei Russen erreichen im Sommer 2007 an Bord des U-Bootes „Mir 1“ als erste Menschen den Meeresboden unter dem Nordpol.
  • 5.000 Meter: Aus dieser Tiefe förderte 1872 die britische Challenger-Expedition tausende Tierarten aus bis dahin unerreichten Tiefen zutage.  

Bis 10.000 Meter 

  • 6.000 Meter ist die Tauchtiefe bemannter russischer U-Boote.
  • 9.006 Meter ist die größte Tiefe, in der je ein Fisch gefangen wurde. Er wurde auf den Namen Abyssobrotula galathea getauft.  

Mehr als 10.000 Meter 

  • 10.916 Meter: 1960 erzielten der Franzose Jacques Picard und der US-Amerikaner Jon Walsh an Bord der „Trieste“ diesen bislang unerreichten Tiefentauchrekord.
  • 11.034 Meter: Das „Challenger Tief“ im Marianengraben ist die tiefste Stelle der Weltmeere.