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Stand: 30.03.2014

Die ganze Welt im Zeichen des Klimaschutzes: Das war die Earth Hour 2014

Millionen von Menschen machten das Licht aus: Ab 20:30 Uhr Ortszeit lagen bei der achten WWF Earth Hour am 29. März offizielle Gebäude und berühmte Bauwerke überall auf der Welt im Dunkeln. Dazu setzten unzählige Kerzenmeere und einfallsreiche Aktionen ein deutliches Zeichen für den Klima- und Umweltschutz. Für Deutschland brachte die Earth Hour 2014 einen Rekord: Nie zuvor war die Beteiligung so hoch.

Auf Samoa ging das Licht zuerst aus, wo es nach deutscher Zeit bereits um 7:30 Uhr am Samstagmorgen dunkel wurde. Tahiti war als letztes dran: Über 7000 Städte und Gemeinden in 162 Ländern beteiligten an der WWF Earth Hour 2014. Der Eiffelturm in Paris versank für eine Stunde in Dunkelheit, genauso wie die Pyramiden von Gizeh, das Empire State Building in New York, der Kreml in Moskau, die Hagia Sophia in Istanbul, die Tower Bridge in London, der Burj Khalifa in Dubai und viele andere wichtige Gebäude und Wahrzeichen. Sogar auf der Raumstation ISS ging für eine Stunde das Licht aus.

Von Berlin bis Bayreuth: Rekordbeteiligung in Deutschland

Earth Hour 2014 am Brandenburger Tor © Kay Herschelmann / WWF
Earth Hour 2014 am Brandenburger Tor © Kay Herschelmann / WWF

In Deutschland beteiligten sich 163 Städte und Gemeinden und brachen damit den Rekord des letzten Jahres. Das zentrale Event fand am Brandenburger Tor in Berlin statt - unter dem Motto „Jeder kann Klima“. Etwa 200 Menschen versammelten sich hier, um für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu demonstrieren und ihre Botschaften zum Beispiel mit Hilfe einer leuchtenden Armschrift in die Nacht zu schreiben. Dabei waren auch die vom WWF gekürten Klimahelden, die ihre praktischen Ideen zum Klimaschutz vorstellten – und damit das Motto der deutschen Earth Hour unterstrichen.

Aber auch an vielen anderen Orten in Deutschland wurde die Nacht des 29. März zu einem Fest für unseren Planeten. Nicht nur das Brandenburger Tor löschte unter großem Jubel das Licht, sondern auch der Kölner Dom, das Hamburger Rathaus, die gesamte Münchner Altstadt, das Festspielhaus Bayreuth, die Porta Nigra in Trier und viele weitere Bauwerke in ganz Deutschland. Dafür erhellten unzählige Kerzen und viele klimafreundliche Licht-Installationen die Nacht.

Earth Hour weltweit

Überall auf der Welt begleiteten phantasievolle Aktionen die Earth Hour. In Madrid brachten die Menschen ein riesiges Panda-Logo zum Leuchten – allein mit ihrer Muskelkraft. In Taiwan liefen über 1500 Teilnehmer einen Nachtmarathon, verkleidet als Tier- und Pflanzenarten. In Dänemark servierten viele Kantinen und Restaurants anlässlich der Earth Hour klimafreundliche Gerichte. In Bosnien und Kroatien konnten die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos genutzt werden. Außerdem leuchtete an vielen Orten der Erde das Symbol 60+ in Form von Kerzen oder anderen energiesparenden Lichtern. Denn die Earth Hour ist eine Gemeinschaftsaktion, die nachwirkt – weit über ihre 60 Minuten hinaus. Und in Tahiti, wo die Earth Hour zuletzt begann, galt Recycling-Müll als Eintrittskarte zur zentralen Feier.

Klima- und Umweltschutz

Bei der Earth Hour werden mittlerweile auch konkrete Umweltschutzprojekte in Angriff genommen. So möchte der WWF beispielsweise in Australien das bedrohte Great Barrier Reef schützen, in Nepal werden neue Biogasanlagen der lokalen Bevölkerung eine nachhaltige Energieversorgung bieten, in Indien haben die Umweltschützer eine Kampagne zur Umweltbildung für 15.000 Kinder gestartet und auf den Galapagosinseln sollen dank einer Earth Hour-Initiative künftig keine Plastiktüten mehr verwendet werden, die der einzigartigen Natur auf dem Archipel zu schaffen machen.

Die Entwicklung der Earth Hour

Ihren Ursprung hat die Earth Hour in Sydney: Dort schalteten im Jahr 2007 erstmals mehrere Hunderttausend Australier gemeinsam die Lichter aus. In den Folgejahren breitete sich die Aktion über die ganze Welt aus. Nur ein Jahr später waren bereits mehrere Millionen Menschen in 35 Ländern dabei. 2009 nahmen mit Berlin, Hamburg und Bonn erstmals deutsche Städte teil. Von drei auf 163: Schon diese Zahlen sind ein kraftvolles Symbol für den Klimaschutz.

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