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Stand: 24.03.2014

Klimahelden

Die Earth Hour – das ist mehr als eine Stunde das Licht löschen als Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz. Wir haben für die Earth Hour 2014 Klimahelden gesucht. Menschen, die im kleinen oder großen Maßstab etwas für den Klimaschutz tun - mit Freunden, zu Hause oder bei der Arbeit. Menschen, die Klimaschutz tagtäglich leben und für uns zu Klimahelden werden - mit kleinen oder großen, leisen oder lauten, globalgalaktischen oder ganz lokalen Heldentaten.

Unser „Klimahelden-Wettbewerb“

Wir haben uns sehr über die vielen Zuschriften gefreut, die uns im Rahmen unseres Aufrufs „Klimahelden gesucht“ erreicht haben. Wir haben viele interessante Geschichten gelesen und viel erfahren - von Menschen, die rigoros Plastiktüten aus ihrem Leben verbannt haben, auf regionale und saisonale Küche achten und klimafreundlich reisen bis hin zu Personen, die ihr Zuhause in Passivhäuser umwandeln oder eigene Windkraftanlagen bauen. Vom Unternehmer bis zum Verbraucher, vom klimafreundlichen Hausbesitzer bis zu engagierten Jugendlichen.

Vielen Dank für die Einsendungen, vielen Dank für die Inspiration – und für den Beweis, dass das Motto der Earth Hour 2014 stimmt: Jeder kann Klima!

Und hier sind die Gewinner unseres Wettbewerbs:

Mario Münch, Weißenbrunn / Oberfranken

Mario Münch © Mario Münch
Mario Münch © Mario Münch

Unverhofft kommt oft
Eigentlich wollte er nur die Rente der Eltern aufbessern, nun ist Mario Münch einer der größten Solarinstallateure Deutschlands: Marios Eltern sind Landwirte. Um ihnen im Alter ein vernünftiges Auskommen zu ermöglichen, baute Mario mit gerade mal 21 Jahren eine der ersten Freiland-Photovoltaikanlagen Deutschlands auf ihren Hof. Nach der Bauphase wollte Mario eigentlich wieder zurück in seine damalige Anstellung als Elektrotechniker. Aber daraus wurde nichts. „Plötzlich wünschten sich viele eine derartige Anlage von mir. Und obwohl ich mich eigentlich nie selbständig machen wollte, war ich es über Nacht“, erzählt der Unternehmer.

Klimaschutz als Geschäftsidee
Heute leitet Mario Münch Firmen im Bereich Energieerzeugung, Energieversorgung und Kraftwerksbau mit über 60 Mitarbeitern. Und er will mehr. Sein Ziel ist, Oberfranken als konkurrenzlos günstige Energieregion zu etablieren und so gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen und in unsere Umwelt zu investieren. Getrieben ist er dabei von sozialer und vor allem ökologischer Verantwortung, sagt Mario: „Wir müssen die Erde so behandeln, als hätten wir sie von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geschenkt bekommen.“

Monika und Alexander Klein, Bruchsal

Monika und Alexander Klein © Monika und Alexander Klein
Monika und Alexander Klein © Monika und Alexander Klein

Klimaschutz fängt zu Hause an
Jedes Stück Kohle, das wir verheizen, und jeder Liter Erdöl oder Gas, den wir verbrennen, vergrößert die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre. Beim Heizen kann jeder einzelne bei sich zu Hause anfangen, das Klima zu schützen. Genau das hatten Monika und Alexander Klein im Sinn, als sie ihr elterliches Haus in ein Passivhaus umbauten. Früher verbrauchte das alte Haus rund 4000 Liter Heizöl im Jahr. Heute kommt die Energie der Kleins aus Photovoltaik, Solarthermie und einem umweltfreundlichen Holzvergaserkessel für Stückholz.

Vom eigenen Passivhaus zur energiesparenden Kirchengemeinde

Beim eigenen Haus haben sie angefangen, aber das reicht Monika und Alexander noch lange nicht. Nachdem sie weitere Familien im Bekannten- und Verwandtenkreis von Solaranlagen und energiesparendem Wohnen überzeugt haben, ist ihr nächstes Projekt die energetische Sanierung des Evangelischen Gemeindehauses.

Alisa Klasen, Frankfurt

Alisa Klasen © Alisa Klasen
Alisa Klasen © Alisa Klasen

„Jeder kann Klima!“
„Hmm, als Heldin würde ich mich nicht unbedingt bezeichnen, da das, was ich tue, selbstverständlich ist“, sagt Alisa Klasen. Doch ganz so selbstverständlich ist es nicht – zumindest nicht für alle Menschen. Alisa ernährt sich vegan und kauft fast ausschließlich Second-Hand-Produkte. „Für das Klima und natürlich für alle Erdenbewohner“, wie sie sagt. Cleveres Heizen und Lüften sind für Alisa „Basics“, genauso wie Stromsparen.

Klimahandeln im Alltag
Alisa steht als Beispiel für alle, die in ihrem Alltag unser Klima schützen. „Ich lebe nach Prinzipien, die durch die Wertschätzung meiner Umwelt geprägt sind“, erklärt die Studentin. „Das bedeutet für mich auch ständige Selbstreflexion. Ich will nicht einfach aus Gewohnheit meiner Umwelt schaden.“ Damit kann Alisa Vorbild für viele sein, die noch nicht so handeln - und Stellvertreterin für alle, die es bereits tun. Denn man braucht keine Superheldenkräfte, um ein Klimaheld zu sein.

(Texte: Stephanie Probst)

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