Unser größter Ressourcenverbrauch ist unsichtbar, da er in der Herstellung von Produkten, Gebäuden und Nahrungsmitteln steckt. Laut der WWF-Studie Ressourcenleicht Leben 2045 liegt der Schlüssel zur Reduzierung in diesen massiven Konsumtreibern. Die Studie zeigt, dass der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch von aktuell rund 16 Tonnen auf sechs bis acht Tonnen pro Jahr sinken muss, damit wir innerhalb ökologischer Grenzen bleiben. Und auch, wie das gehen kann.
Die wichtigsten Hebel für diesen versteckten Ressourcenhunger sind:
- Wohnen und Gebäude: Der Bausektor macht etwa ein Drittel des Rohstoffkonsums aus. Rohstoffe stecken unsichtbar in Zement, Stahl und der gesamten Infrastruktur.
- Ernährung: Der Konsum von Fleisch und stark verarbeiteten Lebensmitteln verbraucht enorme Mengen an Fläche, Wasser und Nährstoffen.
- Mobilität: Autos, Straßen und Verkehrsinfrastruktur benötigen große Mengen an Metallen, Kunststoffen, Baustoffen und Energie. Besonders ressourcenintensiv sind große, schwere Fahrzeuge sowie der Bau und Erhalt der benötigten Infrastruktur.
- Produkte: Konsumgüter (Elektronik, Möbel, Kleidung) haben lange, globale Lieferketten. Der Ressourcenabbau findet am Anfang dieser Ketten statt und ist im Endprodukt quasi unsichtbar.