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Stand: 29.03.2015

Earth Hour 2015: Weltweit gegen den Klimawandel

Eine Stunde das Licht zu löschen, das ist für den Einzelnen keine große Herausforderung. Wenn es weltweit aber Millionen tun, wenn immer mehr Menschen bei der WWF Earth Hour mitmachen, wird es zu einem kraftvollen Zeichen gegen den Klimawandel.

Jeweils um 20:30 Uhr Ortszeit gingen bei der neunten WWF Earth Hour überall auf der Welt die Lichter aus. Von den Malediven bis nach Madagaskar, auf allen Kontinenten, in 7000 Städten in fast allen Ländern der Erde. Berühmte Baudenkmäler wie die Christus-Statue in Rio oder der Eifelturm versanken im Dunklen, auch 40 UNESCO Weltkulturerbestätten wie die Akropolis in Athen oder das Edinburgh Castle in Schottland. Und die Menschen gingen auf die Straßen, um ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen, nachhaltige Klimapolitik zu fordern, um für ihre Klimaschutzprojekte zu werben. Es waren 2015 so viele wie nie zuvor.

neue Zuversicht

"Die Teilnehmerzahl der Earth Hour bricht jedes Jahr neue Rekorde. Jedes gelöschte Licht, jede gesammelte Unterschrift, jedes gestartete Projekt gibt uns neue Zuversicht, dass wir den Klimawandel stoppen können", sagt Sudhanshu Sarronwala, der Vorsitzende von Earth Hour Global.

Earth Hour in Berlin am Brandenburger Tor © Peter Jelinek / WWF
Earth Hour in Berlin am Brandenburger Tor © Peter Jelinek / WWF

Rekordbeteiligung in Deutschland

Auch in Deutschland stellte die Earth Hour 2015 einen absoluten Rekord auf: 227 Städte machten mit, ein sattes Drittel mehr als im vorigen Jahr. 2009, bei der ersten Earth Hour in Deutschland, nahmen ganze drei Städte teil! In diesem Jahr wurden am Kölner Dom, dem Hamburger Rathaus, der Dresdner Frauenkirche und vielen weiteren Bauwerke das Licht abgedreht. Dafür leuchteten unzählige Kerzen.

Das zentrale Earth Hour-Event Deutschlands fand traditionell in Berlin auf dem Pariser Platz statt. Jubel brandete unter den mehreren hundert Demonstranten auf, als um Punkt 20:30 Uhr die Beleuchtung des Brandenburger Tores ausgeknipst wurde. Stattdessen leuchtete ein überdimensionierter Globus von drei Metern Durchmesser. Zusätzlich bauten 250 Aktivisten der WWF Jugend mit 2500 Kerzen den Schriftzug "Save our Climate! Now!" auf.

Für das Klima ist 2015 ein besonderes Jahr: Auf dem UN-Gipfel COP 21 in Paris Ende November geht es darum, dass die Staaten endlich ambitionierte Klimaschutzziele vereinbaren. "Wir benötigen dringend klimapolitische Instrumente, die die globale Energiewende vorantreiben – durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und das Auslaufen fossiler Energien, vor allem der Kohle", sagt Denise Loga, WWF Klimaexpertin. "Die Bundesregierung hat hier eine wichtige Rolle auch im Rahmen ihrer diesjährigen G7-Präsidentschaft zu spielen. Denn die G7-Staaten müssen sich mit Blick auf die internationalen Klimaverhandlungen zu ehrgeizigen Zielsetzungen und deren effektiven Umsetzung bekennen."

Die Earth Hour war dafür ein Zeichen, das nachwirkt. Weit über die 60 Minuten hinaus.

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