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Stand: 24.03.2018

Earth Hour 2018: Teilnehmerrekord für einen lebendigen Planeten

Millionen Menschen rund um den Globus haben am 24. März 2018 an der weltgrößten Klimaschutzaktion, der WWF Earth Hour, teilgenommen. Pünktlich um 20.30 Uhr Ortszeit wurde für eine Stunde lang das Licht ausgeschaltet, um ein Zeichen gegen den Klimawandel und das weltweite Artensterben zu setzen.


Niemals zuvor haben mehr Menschen an der Earth Hour teilgenommen. Allein in Deutschland zeigten fast 400 Städte ihr Engagement für einen lebendigen Planeten und schalteten für eine Stunde das Licht aus. Insgesamt verschwanden über 7000 Wahrzeichen in mehr als 180 Ländern im Dunkeln.

Fotos von der Earth Hour 2018

Artensterben ist größte Herausforderung für die Menschheit

„Das ist ein mächtiges Signal, das nicht überhört wird. Ob Privatperson, Politiker oder Unternehmen – alle sind aufgerufen, ihren Teil beizutragen, jeden Tag“, sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. Das diesjährige Motto der Earth Hour lautete “Für einen lebendigen Planeten”.

 

„Die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten ist akut bedroht. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird allein durch den Klimawandel die Hälfte aller Spezies aus den bedeutendsten Naturregionen verschwinden”, warnt Christoph Heinrich. “Wie sehr uns Artenverlust ins Mark treffen kann, verdeutlicht schon heute das Bienensterben. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Wirtschafts- und Lebensweise an unseren Planeten anpassen und nicht umgekehrt“.

Die Earth Hour vor dem Brandenburger Tor

Earth Hour in Berlin auf Pariser Platz © Daniel Seiffert / WWF
Earth Hour in Berlin auf Pariser Platz © Daniel Seiffert / WWF

Der WWF Deutschland feierte die Earth Hour zum wiederholten Male vor dem Brandenburger Tor in der Bundeshauptstadt Berlin. Zahlreiche prominente Klimaschützer waren live dabei, als um 20.30 Uhr die Beleuchtung erlosch, während Berlins größter Pop-Chor “Unität” für Stimmung sorgte. Der Pariser Platz wurde zu einem Tatort umgebaut, um auf das Artensterben aufmerksam zu machen. Passenderweise befand sich auch der ehemaliger "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe unter den Gästen.

 

Fast 400 deutsche Städte nahmen an der Earth Hour teil

Insgesamt nahmen fast 400 Städte teil. So verdunkelten sich der Kölner Dom, die Frankfurter Skyline, die Münchener Frauenkirche, der Ulmer Münster und das Hamburger Rathaus und noch viele andere bekannte Wahrzeichen eine ganze Stunde lang.

Earth Hour: Von Australien nach Asien bis nach Europa über Afrika nach Amerika

Den Anfang machte Samoa: Zwölf Stunden vor der deutschen Earth Hour verdunkelte der Inselstaat im Pazifik für eine Stunde sein Licht. Nach Tonga, Neuseeland und den Fidschi-Inseln war es zehn Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit in Australien soweit. In Melbourne, Sydney und Brisbane gingen die Lichter unweit des stark bedrohten Great Barrier Reefs aus.

 

Es folgte der asiatische Kontinent: Der Skytree in Tokio, der Lotte World Tower in Seoul, der Canton Tower in Guangzhou, bis schließlich das Licht auch in Jakarta, Kuala Lumpur, Hong Kong und Taiwan erlosch. Anschließend wanderte die Earth Hour weiter über Afrika, Europa nach Amerika.

Earth Hour 2018 - die bereits zwölfte Stunde des Planeten

Bereits zum zwölften Mal veranstaltete der WWF die Earth Hour, die Stunde des Planeten. Alles begann im Jahr 2007 in Australien, als die ersten Umweltschützer begannen, das Licht auszuschalten. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen dabei teil. Sie demonstrierten mit ihrer Aktion für mehr Klimaschutz. Seitdem wird die Earth Hour jährlich veranstaltet und erreicht dabei immer mehr Menschen. Inzwischen ist die Stunde für den Planeten die größte Umweltschutzaktion der Welt.

Nach der Earth Hour ist vor dem Kohleausstieg

Obwohl die Earth-Hour-Bewegung jedes Jahr in Deutschland wächst und wächst, stagniert der Klimaschutz hierzulande. Die Bundesregierung hat zwar den Pariser Klimavertrag unterzeichnet und sich damit verpflichtet, ihren Beitrag zur Begrenzung der Erderhitzung zu leisten. Doch seit neun Jahren sind die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland nicht mehr gesunken. Stattdessen rauchen die Schlote der Kohlekraftwerke. Wir fordern den Ausstieg aus der Kohle, sonst sind die Klimaziele nicht mehr erreichbar. Unterstützt uns dabei:

https://www.wwf.de/kohlefrei/

 

 

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