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Ein Experiment mit ungewissem Ausgang

18. April 2008

Schwarz-Grün in Hamburg: WWF hofft auf Kohle-Ausstieg. Enttäuschung über Elbvertiefung.

 

Der WWF sieht in dem gestern in Hamburg vorgestellten Koalitionsvertrag zwar positive Ansätze für den Klimaschutz, übt aber auch deutliche Kritik an CDU und GAL. „Leider fehlt ein klares Bekenntnis zum Kohle-Ausstieg. Und die ökologisch und wirtschaftlich unsinnige Elbvertiefung soll kommen. Damit können wir nicht zufrieden sein. Ob die Umwelt von dieser Koalition profitiert, wird sich erst noch zeigen müssen“, so WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes.  

 

Immerhin bleibe der Kampf um das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg offen. Offenbar favorisieren die neuen Partner ein Gaskraftwerk – das wäre nach Einschätzung des WWF für die CDU ein enormer klimapolitischer Fortschritt. „Schaffen CDU und GAL den Abschied von der Kohle, dann ist das ein positives Signal für ganz Deutschland“, so Brandes.  

 

Enttäuscht zeigt sich der WWF über die Elbvertiefung. „Dieser Eingriff ist wirtschaftlich unsinnig, kostet den Steuerzahler hunderte Millionen Euro und zerstört die Elbe“, kritisiert der WWF-Geschäftsführer. Die Umweltstiftung will weiter gegen die Vertiefung vorgehen.  

 

Positiv beurteilt der WWF die Einrichtung einer Elbestiftung, mit deren Hilfe Naturschutz an der Elbe umgesetzt werden soll. Allerdings seien die vorgesehen 40 Millionen Euro zu wenig, um alle notwendigen Maßnahmen zu finanzieren. Die angestrebte Hafenkooperation sei im Grunde richtig, gehe aber nicht weit genug. Entscheidend sei eine logistische Kooperation der Häfen. Würde der Containerverkehr intelligent gesteuert, werde die Elbvertiefung überflüssig.

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