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Ein neues Dateiformat, das hilft, Bäume zu retten

30. November 2010

WWF und Jung von Matt stellen ein neues grünes Dateiformat vor.

 

Hamburg - Unter dem Motto „SAVE AS WWF – SAVE A TREE “ haben der WWF Deutschland und die Werbeagentur Jung von Matt gemeinsam ein neues grünes Dateiformat entwickelt: das WWF - ein PDF, das sich nicht mehr ausdrucken lässt und sich um die ganze Welt verbreiten soll. Am 30. November wurde das kostenlose Tool im Tropenhaus in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Das einfach zu installierende Programm steht zum Download unter www.saveaswwf.com zur Verfügung. Mit dem Ziel, möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen: von Einzelpersonen, über Unternehmen bis zu Organisationen.  

 

Laut einer Studie* drucken mehr als ein Drittel aller Befragten in Deutschland E-Mails grundsätzlich aus. Fast die Hälfte entnehmen dem Drucker täglich bis zu 50 Seiten. Doch sechs Prozent aller Ausdrucke am Arbeitsplatz landen ungelesen im Papierkorb. Die Folgen dieser Ressourcenverschwendung sind von großem Ausmaß: Nicht nur rund 500.000 Bäume müssen dafür ihr Leben lassen. Das überflüssige Drucken entspricht laut Eurostat einer Energiemenge von zehn Milliarden Kilowattstunden und belastet den Klimaschutz mit mehr als 655.000 Tonnen CO2-Emissionen. Neben den unwiderruflich ökologischen Schäden lassen vor allem auch die handfesten ökonomischen Schäden aufhorchen.  

 

„WWF, ein neues Dateiformat, das hilft, Bäume zu retten. Hier ist nicht schlaue Kommunikation unser Produkt – hier macht ein schlaues Produkt die Kommunikation,“ erklärt Armin Jochum, Vorstand Jung von Matt AG und führt weiter aus: „ein Produkt, das auch Geld sparen hilft. Legt man einen Cent pro Schwarzweißdruck zu Grunde, belasten die unnötigen Ausdrucke die europäischen Unternehmen jährlich mit 1,4 Milliarden Euro. Bei deutschen Betrieben landen rund 170 Mio. Euro im Papierkorb – ein beachtlicher Kostenfaktor.“  

 

„Jedes Jahr verlieren wir weltweit 13 Millionen Hektar Wald. Das entspricht etwa der anderthalbfachen Fläche Österreichs. Eine Ursache: Papier. Seit 1950 hat sich der weltweite Papierverbrauch auf 367 Millionen Tonnen versiebenfacht! Heute wird fast jeder zweite industriell gefällte Baum zu Papier verarbeitet. Mit rund 250 Kilogramm pro Kopf und Jahr wird in Deutschland heute fast so viel Papier verbraucht wie in Afrika und Südamerika zusammen“, skizziert Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland die Situation. „Ein erster Schritt könne es sein, den unnötigen Druck von Dokumenten zu vermeiden. Hier setzt die Initiative von WWF und JVM an.“  

 

Das Prinzip ist simpel: Jedes Dokument, das im neuen WWF-Format abgespeichert wird, lässt sich in diesem Format nicht mehr ausdrucken. Das spart Geld und schützt die Bäume. Um ein WWF zu erstellen, lädt man sich kostenlos das Programm – eine Art Druckertreiber – unter www.saveaswwf.com herunter und installiert es auf seinem Computer. Lesen kann das WWF jedes herkömmliche PDF-Programm. Und mit jedem gespeicherten WWF, jedem per Email verschicken WWF und jedem „save-as-wwf“-Button auf Websites verbreitet sich das WWF immer weiter um die ganze Welt.  

 

Das WWF-Format soll dabei auch für die Archivierung von großen Textdokumenten eingesetzt werden – nützlich besonders für Nachrichten-Plattformen. Auch seitenlange Handbücher oder Kataloge bleiben so auf dem Monitor statt im Drucker. Das WWF-Format eignet sich gleichermaßen für Unternehmen, Organisationen, Institutionen, aber auch Privatpersonen, nach dem Motto  „jeder kleine Schritt zählt“. Die Kampagne ist viral konzipiert: jedes WWF File enthält auf der letzten Seite eine Kampagnensite, die die Mission transportiert. Um die weltweite Verbreitung zu erleichtern, werden mehrere Sprachversionen verfügbar sein.  

 

Auch der Zeitpunkt für die Kampagne könnte nicht besser sein: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum internationalen Jahr der Wälder erklärt.  

 

Erste Unternehmen unterstützen die Initiative: Suncycle, Triodos Bank und der B.A.U.M. eV sind Initial Partner  

 

Suncycle Geschäftsführer Dr. Mischa Paterna: "Endlich ein brauchbares Instrument, um die Papierflut einzudämmen - bisher wurden ja nur Bekenntnisse in die Signatur kopiert. Unsere Kunden reagieren sehr positiv auf die Initiative". Suncycle ist Marktführer im Bereich Solarmodulreparatur und Service.  

 

Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank in Deutschland: "Die neue Software von WWF und Jung von Matt wird nun einen weiteren Beitrag zu unseren stetigen internen Bemühungen um noch mehr Nachhaltigkeit leisten." Die Triodos Bank ist Europas größte Nachhaltigkeitsbank. Sie finanziert ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte, die zum Wohl der Menschen und der Umwelt beitragen und sozialen oder kulturellen Mehrwert schaffen.   

 

Dieter Brübach, Vorstandsmitglied des Bundesdeutschen Arbeits-kreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V., sagt: „Zu einem umweltfreundlichen Büro gehört auch der sparsame Einsatz von Papier. Wer heute noch gedankenlos Dateien ausdruckt, handelt nicht gerade umweltbewusst.“  

 

Zur weiteren Unterstützung haben sich die beiden Initiatoren - der WWF Deutschland und Jung von Matt - zwei erfahrene Partner ins Boot geholt. Zum einen ist 7Seas International Publishing Agency für die komplette technische Realisierung des Tools verantwortlich. Als Partner Nummer zwei ist Dederichs Reinecke & Partner, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit aus Hamburg, für die internationale Medienarbeit verantwortlich und bespielt die Social Media Kanäle. „Wir werden die Kampagne über unser internationales Partneragenturen-Netzwerk launchen. Denn Bäume zu schützen und den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, ist in jedem Teil der Erde wichtig“, bekräftigt Inhaber Thomas Reinecke die globale Botschaft des WWF-Projekts.

 


* Ipsos Global im Auftrag von Lexmark (04/2005)

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