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Ein offenes Ohr für das Modellprojekt

21. Juli 2006

WWF zieht positive Bilanz der Info-Segeltour am Greifswalder Bodden

 

Stralsund, 21.07.2006: Der WWF zeigt sich heute zum Abschluss seiner elftägigen Info-Segeltour zum Naturschutz im Greifswalder Bodden sehr zufrieden mit der Resonanz bei den Wassersportlern. 'Hunderte Gespräche mit Seglern haben uns gezeigt, dass die Menschen bereit sind, Rücksicht auf die Belange des Naturschutzes zu nehmen', freut sich WWF-Projektleitern Cathrin Münster in Neuhof, der letzten Tourstation. Das WWF-Team, dass mit einem historischen Zeesboot und zwei Segelyachten unter Panda-Flagge an der Ostseeküste unterwegs war, informierte in elf Häfen über die 'Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Greifswalder Bodden und in Strelasund'.

 

 

 

Erwartungsgemäß hätten einheimische Segler die Vereinbarung, die ihnen zahlreiche Beschränkungen auferlegt, gut gekannt. Bei den Touristen, die oft zum ersten Mal davon hörten, sei die Akzeptanz groß gewesen. 'Wir haben erfahrene Wassersportler im WWF-Team. Diese Gespräche auf Augenhöhe haben die Menschen überzeugt', berichtet Cathrin Münster.

 

 

 

Derzeit beobachtet der WWF an 18 Stellen im Schutzgebiet Greifswalder Bodden, ob die Vereinbarungen von Wassersportlern und Anglern auch tatsächlich eingehalten werden. 'Nach unseren Gesprächen in den Yachthäfen sind wir optimistisch, dass es nur wenige Verstöße gibt. Und wenn jemand in ein Sperrgebiet segelt, dann geschieht das meist aus Unwissenheit', erklärt die WWF-Sprecherin. In einigen Monaten veröffentlicht der WWF die Ergebnisse seiner Untersuchung.

 

 

 

Die freiwillige Vereinbarung läuft Ende 2007 aus. WWF, Angler- und Wassersportverbände sowie das Umweltministerium wollen die Regelung danach möglichst dauerhaft umsetzen. 'Was wir hier im Greifswalder Bodden im Zusammenspiel aller Interessengruppen erreicht haben, hat Modellcharakter. Das zeigen auch die zahlreichen Anfragen aus anderen Regionen, in denen ähnliche Vereinbarungen diskutiert werden. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Projekt dauerhaft funktioniert', so Münster. Die Behörden erarbeiten derzeit für das europäische Natura2000-Gebiet einen Managementplan, in den die Vereinbarung zwischen Naturschützern und Wassersportlern einfließen soll. Damit bekämen die freiwilligen Regeln einen rechtlich verbindlichen Charakter.

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