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Engagement unterm Dach der Welt

20. Dezember 2006

Seit 10 Jahren Partner für die Natur: Teekampagne kooperiert mit dem WWF in Indien

 

Frankfurt a. M., - Die Zusammenarbeit der Teekampagne mit dem WWF Indien hat seit 1996 mehr als 500.000 Euro für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung der Region Darjeeling erbracht. Mit dieser Summe finanzierte der weltweit größte Importeur von Darjeeling-Tee ein Wiederaufforstungsprojekt in Indien. Durch die Kooperation konnten 22 Baumschulen errichtet und Wald mit heimischen Baumarten aufgeforstet werden. Allein 2006 wurden fast 150.000 Setzlinge gepflanzt. Die steilen Hänge des Darjeeling-Gebiets waren durch unkontrollierten Holzeinschlag weitgehend entwaldet und zunehmend erdrutschgefährdet. Mit den Pflanzungen konnte der Bodenschutz deutlich verstärkt werden. Das Projekt wurde 1992 von der Teekampagne angestoßen und wird seit zehn Jahren fachlich vom WWF Indien betreut.  

 

„Wir möchten nicht nur den besten Tee der Welt preiswert machen, sondern wollten von Anfang an auch eine intakte Natur und gute Arbeitsbedingungen vor Ort“, erklärt Professor Günter Faltin, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Teekampagne, das Engagement. „Wir wollen zeigen, dass sich unternehmerisches Handeln mit sozialen und ökologischen Elementen verbinden lässt.“ Auch 13 Schulen arbeiten mit dem Projekt zusammen. Die Schüler sollen für die biologische Vielfalt ihrer Heimat begeistert werden. Zu den Umweltbildungsmaßnahmen gehören geführte Wanderungen in freier Natur genauso wie Workshops zur nachhaltigen Nutzung von Heilpflanzen.  

 

Das Projektgebiet liegt im Distrikt Darjeeling des indischen Bundesstaats West-Bengal, mehr als 20 Teegärten und erstreckt sich von den Tieflagen bis in Höhen von über 3.000 Meter. Die Lage am Südabfall des östlichen Himalayas ist eines der artenreichsten Gebiete der Welt. Auch der seltene Rote Panda hat hier noch Rückzugsgebiete gefunden. Schätzungen zufolge leben in Indien nur noch 6.000 Tiere in freier Wildbahn. „Dank der Kooperation mit der Teekampagne können wir gerodete Wälder wieder aufforsten und so isolierte Waldflächen miteinander vernetzen. Damit erhalten wir Lebensraum für bedrohte Arten wie den Roten Panda oder den Satyr-Tragopan und den Rotschwanzmonal“, sagt Roland Melisch, Artenschutzexperte beim WWF. Der WWF setzt sich seit über 40 Jahren für den Schutz bedrohter Ökosysteme im Himalaya ein und verbindet dabei Naturschutz mit Zielen der nachhaltigen Entwicklung.  

 

Die Teekampagne ist das größte Teeversandhaus Deutschlands und nach Angaben der Indischen Teekammer der weltweit wichtigste Importeur von Darjeeling-Tee. Tee der Teekampagne wird regelmäßig auf chemische Rückstände untersucht, die Produzenten vor Ort werden ermutigt und unterstützt, auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Dünger zu verzichten. Bereits 30 Prozent des Teeanbaus aus Darjeeling erfolgt nach Bio-Richtlinien.

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