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EU-Parlament fährt Spritspar-Autos gegen die Wand

17. Dezember 2008

WWF kritisiert Europas CO2-Grenzwerte als rückständiges Autolobby-Gesetz

 

Das EU-Parlament hat die Regelung zu CO2-Grenzwerten für Neuwagen beschlossen. Damit billigte es den am 1. Dezember von den EU-Staaten ausgehandelten Kompromiss. „Die neuen Grenzwerte bremsen  Umwelt und Wirtschaft aus“, kritisiert WWF-Verkehrsexpertin Viviane Raddatz. „Mindestens bis 2012 müssen die Hersteller fast nichts tun, um den Verbrauch ihrer Fahrzeuge zu senken. Sie dürfen weiter die Spritfresser bauen, die sie jetzt schon nicht mehr verkaufen können.“ Damit werde die Absatzkrise in Zukunft noch ganz andere Dimensionen annehmen als heute. Die Industrie habe die Finanzkrise als Ausrede benutzt, um innovative Klimaschutztechnik auf die lange Bank schieben zu dürfen.    

 

Laut WWF sinken die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs in Deutschland mit der neuen Regelung nur um etwa 2,7 Prozent. Als Ziel haben sich die Mitgliedsstaaten der EU zehn Prozent gesetzt.„Weil es zahlreiche Ausnahmen für Hersteller gibt, steigt der durchschnittliche Grenzwert eines Autos bis 2012 sogar um zwei Gramm auf  160 Gramm CO2 pro Kilometer“, so Raddatz. Dies sei angesichts des Klimawandels absurd.

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