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Fastenzeit: Den richtigen Fisch wählen

23. Februar 2007

 

Fisch ist gerade in der Fastenzeit und zu Ostern eine beliebte Alternative zu Fleischgerichten. „Verbraucher sollten jedoch nicht nur auf ihre eigene Gesundheit achten, sondern auch auf die Herkunft des Fisches. Längst nicht jeder Fisch auf dem deutschen Markt stammt aus nachhaltigem Fang“, so WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Von den 10 beliebtesten deutschen Speisefischen können laut WWF nur drei – Hering, Seeleachs und Forelle – bedenkenlos gekauft werden. Verbraucher sollten beim Fischkauf auf das blaue Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) achten. Dieses Siegel garantiere, dass der Fischbestand nicht gefährdet sei.

 

Auf beliebte Speisefische wie Rotbarsch, Seezunge, Scholle oder Schillerlocken sollten die Verbraucher lieber verzichten. „Was viele Menschen nicht wissen: Schillerlocken stammen vom Dornhai – und der steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten“, erläutert Vesper. Beim Schollenfang entstehen massive Schädigungen im Meer. Für den Fang von einem Kilo Scholle werden vier Kilo sogenannter „Beifang“ über Bord geworfen. Auch der Rotbarsch ist massiv überfischt. Drei Viertel aller wirtschaftlich genutzten Bestände gelten als zu stark oder bis an ihre Grenzen befischt.

 

Glücklicherweise nehme die Zahl der Fischprodukte mit dem Ökosiegel MSC immer weiter zu. „Im letzten Jahr haben viele Produzenten ihr MSC-Sortiment erweitert. Verbraucher finden in mehr Supermärkten Fisch mit dem blauen Label. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt“, so Vesper.

 

Der WWF hilft Verbrauchern bei der Kaufentscheidung mit dem WWF-Fischführer. Die handliche Einkaufshilfe für die Brieftasche bewertet 40 handelsübliche Fischarten nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 12 Arten gelten demnach als gute Wahl, 13 als bedenklich, 15 fallen in die Kategorie bedroht.

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