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Stand: 03.11.2015

Bedrohte Arten: Der Klimawandel gibt ihnen den Rest!

Grüne Meeresschildkröte

Grüne Meeresschildkröte © Roger Hooper / WWF

Grüne Meeresschildkröte

Zu viele Weibchen: Die Erderwärmung bringt den Schildkröten-Nachwuchs aus dem Gleichgewicht.


Anzahl: Die Zahl der Tiere auf offener See ist kaum zu bestimmen. Schätzungsweise gibt es noch über 100.000 Grüne Meeresschildkröten – bei abnehmendem Trend.


Verbreitungsgebiet: In den tropischen und einigen subtropischen Meeren.


Nahrung: Ausgewachsene Grüne Meeresschildkröten sind die einzigen echten Vegetarier unter den Meeresschildkröten und ernähren sich hauptsächlich von Seegras

und Algen.


Heute schon bedroht durch: Schildkröten landen als Beifang in Fischernetzen, werden immer noch wegen ihres Fleisches und des Panzers gejagt und ersticken häufig an Plastikabfällen oder in Ölteppichen. Durch die Erschließung von Stränden und Küsten und den Tourismus sind außerdem ihre Nistplätze in Gefahr.


Gefährdungsstatus: Stark gefährdet - sehr hohes Risiko des Aussterbens in der Natur in unmittelbarer Zukunft.


Und jetzt noch der Klimawandel: Schmelzen die Gletscher, ändert sich der Salzgehalt des Meerwassers. Das und die zunehmende Versauerung der Ozeane durch die Erderwärmung verändern den Lebensraum und die Nahrungsversorgung der Schildkröten erheblich. Die Folgen sind heute noch gar nicht abzusehen. Was aber abzusehen ist: In wärmerem Sand schlüpfen mehr weibliche Schildkrötenbabys aus den Eiern. Denn bei Schildkröten wird das Geschlecht der Jungtiere durch die Temperatur bei der Entwicklung des Eis bestimmt. Daher kann schon ein geringer Temperaturanstieg die Schildkrötenpopulation völlig aus dem Gleichgewicht bringen.

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