Content Section

Jahresbericht 2011/2012

Die Höhepunkte des zurückliegenden WWF-Jahres in Bildern

Alles im Fluss

© Bernd Eichhorn / WWF

Alles im Fluss

Begradigt, durch Uferbefestigung und Buhnen in enge Flussbetten gezwungen und durch Deiche von ihren einstigen Auen getrennt: Dieses Schicksal verbindet die Elbe mit anderen deutschen Strömen. An der Elbe gingen auf diese Weise rund 80 Prozent der Überflutungsflächen verloren. Heute machen Flussauen gerade noch rund 5 Prozent der deutschen Landesfläche aus. In ihrem natürlichen Zustand bieten sie jedoch Lebensraum für zahlreiche bedrohte Pflanzen und Tiere. Hier setzt das Naturschutzgroßprojekt „Mittlere Elbe“ des WWF an. Es will überflutbare Auenwälder mit all ihrer biologischen Vielfalt wieder entstehen lassen. Dazu wird der bestehende Deich ins Hinterland des Flusses zurückverlegt, damit die Elbeauen ihre ursprüngliche Überflutungsdynamik zurückgewinnen. Mit der Deichrückverlegung im Lödderitzer Forst, eine der größten Maßnahmen dieser Art in Europa, deren Kosten vom Bundesministerium für Umwelt, dem Land Sachsen-Anhalt und dem WWF getragen werden, verfügt die Elbe im Hochwasserfall künftig über 600 Hektar mehr Überflutungsfläche. Mit einem Jahresbudget von nun rund 5 Millionen Euro wurden zwischen Juli 2011 und Juni 2012 die ersten Kilometer zurückverlegter neuer Deichtrasse

errichtet.