Content Section

Naturschutz in Deutschland

Schutzgebiete anstelle innerdeutsche Grenze

© Marco Freckmann / WWF

Schutzgebiete anstelle innerdeutsche Grenze

Stolz ist Thomas Neumann besonders auf die nach der Wiedervereinigung geschaffenen großen Schutzgebiete in den neuen Bundesländern. Wichtige Bereiche des „Grünen Bandes“ – hervorgegangen aus dem ehemaligen innerdeutschen Todesstreifen – wurden geschützt. Der Drömling und die Schaalsee-Landschaft zum Beispiel, deren Vielfalt durch den WWF-Einsatz langfristig erhalten bleiben wird. Hat Wildnis in einem Industrieland wie Deutschland überhaupt eine realistische Chance? „Durchaus“, sagt Neumann. „Wildnis muss nicht immer bedeuten, dass wir große Nationalparks ausweisen. Wildnis kann auch einfach ein naturbelassener Bach sein, ein intaktes Moor oder ein nicht bewirtschafteter Buchenwald. Natur muss ein Recht haben, sich selbst entwickeln zu können. Dies ist die ökologisch sinnvollste und zugleich kostengünstigste Form des Naturschutzes.“ Allerdings, so Neumann, wird sich die Bundesregierung massiv anstrengen müssen, um mindestens zwei Prozent Wildnisgebiete zu erreichen. Dieser Flächenanteil wurde in der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt 2007 festgelegt.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken