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Naturschutz in Deutschland

Die Ammer soll wild bleiben

© Claire Tranter / WWF

Die Ammer soll wild bleiben

Im oberbayerischen Weilheim arbeitet Flussexpertin Claire Tranter bereits seit 2010 intensiv daran, die Ammer wieder in einen weitgehend natürlichen Wildfluss zu verwandeln. Die Ammer durchschneidet in einer tiefen, 25 Kilometer langen Schlucht das Gebirge und hat so vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensräume geschaffen. In den Felswänden der Schlucht nistet der Uhu und auf den Kiesbänken brütet der Flussuferläufer. Der hochdynamische Fluss schafft sich immer wieder ein neues Flussbett. Leider versperrt eine Reihe von Wehren seinen Weg – auch den Fischen, die aufwärts wandern wollen. Die Ammer wurde vielerorts begradigt und das umgebende Land mit Deichen vor Hochwasser geschützt. Der WWF will deshalb zusammen mit der Ammer-Allianz und dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim die Wehre um- oder zurückbauen, damit die Fische wieder flussaufwärts wandern können. Außerdem sollen Deiche zurückverlegt werden, um die natürlichen Überschwemmungsflächen wieder zu vergrößern. Dazu wirbt der WWF in der Region für Unterstützung. Ein WWF-Ziel ist der Ankauf ökologisch wichtiger Grundstücke entlang der Ammer, um sie großflächig zu renaturieren – als Modell auch für andere Wildflüsse. Derzeit entwickelt der WWF zusammen mit 18 Partnern das Projekt „Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“, das neben der Ammer auch den Lech, die Isar und die Loisach einbezieht. Dort sollen die Menschen die biologische Vielfalt ihrer Region besser kennen- und schätzen lernen und die Möglichkeit bekommen, sich aktiv für ihren Erhalt einzusetzen.

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