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WWF-Bild des Tages

Froschsterben am Titicacasee

Toter Riesenfrosch im Titicacasee © Arturo Muñoz Saravia

Froschsterben am Titicacasee

Es sind traurige Bilder, die uns in diesen Tagen vom Titicacasee zwischen Peru und Bolivien erreichen: Zahllose tote Frösche treiben auf der Oberfläche. Menschen versuchen, sie mit Netzen und Stöcken aus dem Wasser zu fischen. Der Grund für das Massensterben der Titicaca-Riesenfrösche sind Abwässer aus Bergbaugebieten und angrenzenden Städten, die in den See geleitet werden. Da der See auf rund 3800 Metern Höhe in den Anden liegt und keinen natürlichen Abfluss besitzt, müssen nun dringend Kläranlagen gebaut werden. Denn nur so – wenn überhaupt - kann sich das empfindliche Ökosystem wieder erholen. Ob dies für den Titicaca-Riesenfrosch noch rechtzeitig passiert, ist fraglich. Die IUCN stufte die Art bereits im Jahr 2004 als akut vom Aussterben bedroht ein.


Streberwissen: Der Titicaca-Riesenfrosch (Telmatobius culeus) ist eine endemische Froschart. Das heißt, es gibt ihn nur im Titicacasee und nirgendwo sonst auf der Welt. Er kann bis zu 30 Zentimeter lang und 1000 Gramm schwer werden. Damit gehört er zu den größten aller Frösche. Anders als andere Frösche nutzt der Titicaca-Riesenfrosch hauptsächlich seine Haut zur Sauerstoffaufnahme.

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