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WWF-Bild des Tages

Einhorn der Meere

Narwale © Paul Nicklen / National Geographic Stock / WWF Kanada

Einhorn der Meere

Diese Tiere tummeln sich im Lancaster Sund, einer Meerenge im äußersten Norden Kanadas.


Im mittelalterlichen Europa wurde das Horn des Narwals als Beleg für die Existenz des Einhorns gesehen. Sogar die Kirche maß ihnen große Bedeutung zu und verehrte sie gar als Reliquie. Erst im 17. Jahrhundert erkannten Naturforscher ihre eigentliche Herkunft. Von der Jagd durch den Menschen sind Narwale heute nicht mehr bedroht, nur für die Inuit Grönlands und Kanadas gelten Sonderregelungen.


Gegenwärtig steht der Narwal anderen menschengemachten Problemen gegenüber: In Folge des Klimawandels werden sich die Gebiete in denen die Tiere auf Nahrungssuche gehen, verschieben. Da Narwale aber „Gewohnheitstiere“ sind, die Jahr für Jahr denselben Wanderrouten folgen, wird es ihnen schwerfallen sich den veränderten Bedingungen anzupassen.


Streber-Wissen: Tatsächlich tragen männliche Narwale kein Horn, sondern einen sehr stark verlängerten Zahn. Dieser meist linke Eckzahn wächst auf zwei bis drei Meter Länge heran und kann ein Gewicht von bis zu 10 Kilogramm erreichen. Der Narwal ist damit aber kein Fall für den Kieferorthopäden: Sein Zahn ist ein hochsensibles Sinnesorgan. In ihm sammeln sich zehn Millionen Nervenbahnen, die mit den zentralen Nervensträngen des Gehirns verbunden sind. Mit diesem Sensorensystem können die Tiere unter anderem Änderungen von Temperatur, Druck und Salzgehalt des Meerwassers wahrnehmen.

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