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Schmuggel-Skandal: 11,5 Tonnen tote Schuppentiere

Beschlagnahmte Schuppentiere © picture alliance

Schmuggel-Skandal: 11,5 Tonnen tote Schuppentiere

Es ist ein grausiger Fund, den chinesische Behörden in der ersten Novemberwoche 2015 bekannt gaben: Auf einem Fischerboot in Südchina hatten Zöllner ganze 2674 tote Schuppentiere beschlagnahmt – fein säuberlich verpackt in über 400 Kühlboxen. Mit einem Gewicht von etwa 11,5 Tonnen ist dies einer der größten Aufgriffe überhaupt und der größte in Südchina.

Der illegale Handel mit Schuppentieren – auch Pangoline genannt - boomt: Ihr Fleisch gilt als Delikatesse und ihren Schuppen werden medizinische Wundereigenschaften nachgesagt, dabei bestehen diese aus dem gleichen Material wie unsere Fingernägel. „Schuppentiere sind derzeit wohl die am meisten illegal gehandelten Tiere der Welt“, mahnt WWF-Artenschutzexperte Dr. Arnulf Köhncke. „Nachdem die Bestände in Asien durch die illegale Jagd stark geschrumpft sind, geraten nun die Arten in Afrika in das Fadenkreuz der internationalen Wildtiermafia.“


Mehr Bilder und Informationen (englisch) zum grausamen Fund in Südchina>>


Streberwissen: Schuppentiere haben keine Zähne und fressen fast nur Ameisen und Termiten. Deswegen dachte man früher, sie wären mit Ameisenbären und Gürteltieren verwandt. Neue Untersuchungen zeigen aber, dass die nächsten lebenden Verwandten der Schuppentiere tatsächlich die Raubtiere sind.


So eigenartig wie phantastisch und leider in großer Not: Schuppentiere >>

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