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Mosambik verbrennt große Mengen Nashorn-Horn und Elfenbein

Symbolbild Nashornverbrennung © James Morgan / WWF

Mosambik verbrennt große Mengen Nashorn-Horn und Elfenbein

Fast 2,5 Tonnen Elfenbein und 200 Kilogramm Nashorn wurden am Montag in Mosambik öffentlichkeitswirksam verbrannt – ein Zeichen gegen Wilderei und den illegalen Wildtierhandel.

Die erschreckend große Menge an Stoßzähnen und Nashorn-Hörnern stammen unter anderem aus einer Beschlagnahmung in Mosambiks Hauptstadt Maputo Mitte Mai. Der Fall hatte international für Aufsehen gesorgt – auch weil ein Teil der beschlagnahmten Hörner kurz darauf aus einem Lagerhaus der Polizei gestohlen wurde. Um weitere Fälle zu verhindern, hat die Regierung die Wilderei-Produkte nun durch die Verbrennung aus dem illegalen Markt entzogen.


Streberwissen: Mosambiks Regierung demonstriert Entschlossenheit – doch die Verbrennung am Montag kam wahrscheinlich zu früh und zu plötzlich. Womöglich sind hier wichtige Beweise zerstört worden: Nach den Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), das auch Mosambik unterschrieben hat, ist das Land verpflichtet, DNA Proben von allen Nashornhorn-Beschlagnahmungen mit kriminellem Hintergrund zu nehmen. Diese Proben müssen speziell dafür zugelassenen forensischen Labors zu Verfügung gestellt werden. Es ist nicht klar, ob dies geschehen ist.

Das selbe gilt für alle Elfenbein-Beschlagnahmungen über 500 Kilogramm.

Die DNA der Stoßzähne und Hörner sind extrem wichtige Beweismittel, um die Herkunft der Produkte zu bestimmen und somit Wilderei-Fälle regional aufzuklären und Wilderer zu überführen. Sie gelten als besonders sichere und unanfechtbare Beweismittel vor Gericht.



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