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Frankfurter Erklärung zum Schutz der Gorillas verabschiedet

10. Juni 2009

 

Frankfurt - Mit einem eindringlichen Appell, mehr zum Schutz der Gorillas zu unternehmen, ist die internationale Gorillakonferenz in Frankfurt zu Ende gegangen. Zahlreiche Experten, Regierungsvertreter und Nichtregierungsorganisationen hatten zwei Tage lang in Frankfurt darüber beraten, wie man verhindern kann, dass der Gorilla innerhalb weniger Jahrzehnte ausstirbt. In dem Schlussdokument, der so genannten "Frankfurter Erklärung", haben die Teilnehmer einen umfangreichen Katalog an Empfehlungen vorgelegt, wie die Menschenaffen vor dem Aussterben gerettet werden können. Darin fordern sie unter anderem eine flächendeckende Umstellung in den Regenwäldern Zentralafrikas auf eine nachhaltige Waldwirtschaft, die Entwicklung von Impfstoffen gegen Ebola und Verbesserung des Schutzes vor Wilderei. Betont wird auch die Rolle von Ökotourismus als neuer Einnahmemöglichkeit für die lokale Bevölkerung. Die bestehenden nationalen und internationalen Gesetze müssten zudem deutlich besser angewendet werden. Dafür sei die internationale Kooperation deutlich zu verbessern.

 

"Diese Konferenz war ein voller Erfolg" so WWF-Artenschutzreferent Stefan Ziegler. "Das Schlussdokument stellt eine Art Masterplan für den Schutz der Gorillas dar. Das öffentliche Interesse war zudem enorm und hat die Aufmerksamkeit auf die dramatische Situation der Gorillas gelenkt. Jetzt liegt es an der Staatengemeinschaft, viele dieser Empfehlungen rasch umzusetzen."

 

Auch die entwickelten Staaten sind dabei gefragt. "Ohne eine vor allem stärkere materielle Unterstützung der afrikanischen Staaten kann der Gorillafortbestand kaum gesichert werden", so Ziegler. "Auch die Konsumenten bei uns sind gefragt. Zum Beispiel, in dem sie ausschließlich Holz- und Papierprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft kaufen".

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