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G8-Gipfel: Führungsrolle im Klimaschutz übernehmen

07. Juli 2009

 

Berlin - Die führenden Industrienationen müssen sich dringend darauf einigen, die globale Temperaturerhöhung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Nur so sind die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch aufzuhalten, erklärt der WWF anlässlich des am Mittwoch startenden G8-Gipfels in L’Aquila.  

 

„Das Treffen wird  zeigen, ob die Industrienationen ihrer Führungsrolle im internationalen Klimaschutz gerecht werden“, so Regine Günther, Leiterin Klima und Energie beim WWF Deutschland. „Als Hauptverursacher des Klimawandels sind sie besonders in der Pflicht, mit ehrgeizigen Maßnahmen voran zu gehen.“       

 

Die G8-Staaten diskutieren derzeit eine Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen um 80 Prozent bis 2050. Nach Ansicht des WWF ist eine Verringerung um 80 Prozent ein Minimum von dem, was benötigt wird. Der WWF fordert eine Reduzierung um 95 Prozent bis 2050 gegenüber 1990 und das klare mittelfristige Ziel die Emissionen der Industriestaaten als Gruppe um 40 Prozent zu verringern. Die USA sollten vergleichbare Ziele übernehmen. 

 

„Der G8-Gipfel ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach Kopenhagen bei dem die wichtigsten Industriestaaten der Welt Führungsstärke im Kampf gegen den Klimawandel zeigen können und müssen“, so Regine Günther. „Die G8 haben jetzt die Chance, ein starkes Signal an die Entwicklungs- und Schwellenländer zu senden.“ Damit die Langzeitziele der einzelnen Staaten vergleichbar und messbar bleiben, müssen sich die G8 auf das Jahr 1990 als Maßstab einigen.  

 

Anlässlich des G8-Gipfels tagt auch das „Mayor Economies Forum“ (MEF), in dem die 17 größten Wirtschaftsmächte vertreten sind, die zusammen 80 Prozent der weltweiten Emissionen verantworten. Die MEF sollten die Diskussion über den Technologietransfer vorantreiben und die Schwellen- und Entwicklungsländer mit Ressourcen für Technologien wie Solarenergie, Energieeffizienz und Unwetter-Frühwarnsystemen unterstützen.

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