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G8-Klimaergebnis: Fortschritt, aber kein Durchbruch

09. Juli 2009

 

Berlin - Die G8-Staaten haben sich endlich bewegt und gemeinsam anerkannt, dass sie die globale Temperaturerhöhung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten begrenzen müssen. Der WWF sieht darin einen positiven Beitrag für die bevorstehende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen, vermisst jedoch klare Aussagen, wie dieses Ziel umgesetzt werden soll.  

 

„Die Einigung ist vielleicht ein großer Schritt für die G8, aber leider nur ein kleiner Schritt für das Klima“, erklärt Regine Günther, Leiterin Klimapolitik und Energie beim WWF.  Die G8-Staaten haben sich auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 80 Prozent bis 2050 geeinigt. Allerdings wurde nicht genau festgelegt, welches Jahr als Maßstab für die Reduzierung gelten soll. Darüber hinaus fehlen klare mittelfristige Minderungsziele bis 2020.  

 

Nach Ansicht des WWF muss die Gruppe der Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 senken. Die USA sollten vergleichbare Ziele übernehmen. Addiert man die bisherigen Reduktionsziele der einzelnen Industrieländer wird dieses Ziel bis 2020 nicht erreicht. Der G8-Gipfel hat es nicht geschafft, diese Lücke zu schließen.   

 

„Enttäuschend ist, dass die G8 bei der finanziellen Unterstützung der Schwellen- und Entwicklungsländer im Klimaschutz auf der Stelle treten. Weiterhin gilt: Die Gletscher schmelzen schneller als die Regierungschefs handeln“, so Regine Günther.

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