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Das Great Barrier Reef ist in Gefahr

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde und das Zuhause vieler faszinierender Arten. Doch es befindet sich in akuter Gefahr, als Industriegebiet und Schiffs-Autobahn missbraucht zu werden!

Durch den geplanten Ausbau von Kohlehäfen steigt das Risiko für irreparable Riffschäden, für Umweltkatastrophen durch Schiffsunglücke sowie für Wasserverschmutzung dramatisch. Das darf nicht passieren!

Die UNESCO, Hüterin der Welterbestätten, hat die Gefahr erkannt und am 1. Juli 2015 auf ihrer Konferenz in Bonn einstimmig reagiert: Die australische Regierung steht bei der Umsetzung des Schutz-Plans für das Riff unter enger Beobachtung der UNESCO. 

Bis zum 1. Dezember 2016 muss sie einen Fortschrittsbericht vorlegen und zeigen, wie weit sie dann die angekündigten Schutzmaßnahmen in die Tat umgesetzt hat. Dafür müssen zum einen Gelder bereitgestellt werden. Zum anderen braucht es starke Gesetze für den Riff-Schutz. Dieser Forderung ist die Regierung von Queensland am 11. November 2015 nachgekommen und verbietet die Verklappung von Schlamm im gesamten Gebiet des Great Barrier Reef. Ein wichtiger Teilerfolg für den Schutz des größten Korallenriffs der Welt.

Doch noch ist das Great Barrier Reef nicht endgültig geschützt. Sollten Australiens Bemühungen für das Riff nicht ausreichen, kann die UNESCO das Great Barrier Reef im Dezember 2016 doch noch auf die Rote Liste setzen – und in letzter Instanz den Weltnaturerbe-Status aberkennen.

Über eine halbe Millionen Menschen fordern mehr Schutz für das Korallenriff

Das Great Barrier Reef stand bei der UNESCO-Konferenz im Mittelpunkt: Alle 21 Komitee-Mitglieder äußerten sich auf der Konferenz zu der ikonischen Weltnaturerbestätte – und trafen eine einstimmige Entscheidung zu den Schutzauflagen an die australische Regierung. In den Reden der Delegierten wurde auch mehrfach das Engagement der Zivilgesellschaft gelobt. Denn Medienaufmerksamkeit, Aktionen vor Ort und nicht zuletzt eine internationale WWF-Petition mit über 560.000 Stimmen sorgen mit dafür, dass der Druck auf Australien für mehr Riff-Schutz sorgt.

Zum Start der UNESCO-Welterbe-Konferenz am 28. Juni, konnten wir unglaubliche 563.480 Unterschriften für das Riff an Staatsministerin Maria Böhmer übergeben, die in diesem Jahr den Vorsitz des UNESCO-Welterbe-Komitees führt. Sie – wie auch die Delegierten – hat unser Anliegen verstanden und teilt unsere Sorge für das Riff. Um die Entscheider an ihre wichtige Entscheidung für das Riff zu erinnern, haben wir zum Auftakt der Konferenz lautstark vor dem Konferenzgebäude demonstriert. Mit ca. 700 gehäkelten Demonstranten konnten wir unsere Botschaft anziehend und ungewöhnlich an die UNESCO-Delegierten richten.

Übergabe der Petition an Staatsministerin Maria Böhmer © Géza Aschoff / WWF
Übergabe der Petition an Staatsministerin Maria Böhmer © Géza Aschoff / WWF


Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!