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Größter Öko-Weihnachtsbaum Deutschlands

07. November 2007

Der in Frankfurt ansässige WWF übergab heute seiner Heimatstadt auf dem Römerberg eine 30 Meter hohe FSC-Fichte. Der Baum wird den traditionellen Weihnachtsmarkt zieren.

 

Frankfurt - Mit einer bundesweit einmaligen Aktion macht die seit fast 30 Jahren in Frankfurt am Main ansässige Umweltstiftung WWF in der kommenden Adventszeit auf das Garantiezeichen FSC für verantwortungsvolle Waldwirtschaft aufmerksam: Die Umweltschützer übergaben heute Vormittag ihrer Heimatstadt auf dem Frankfurter Römerberg den größten Öko-Weihnachtsbaum Deutschlands. Damit setzt die deutsche Sektion der internationalen Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) gemeinsam mit der Stadt Frankfurt ein starkes Zeichen für den Schutz der Wälder.

 

Geliefert wurde die etwa 30 Meter hohe, 80 Jahre alte und rund acht Tonnen schwere Fichte aus dem FSC-zertifizierten Wald der Hatzfeldt-Wildenburg’schen Forstverwaltung in der Nähe des rheinland-pfälzischen Wissen/Sieg (zwischen Westerwald und Siegerland). Bereits in der vergangenen Woche absolvierte der Baum seinen reibungslosen Transport über 140 Kilometer Autobahn und Landstraßen. Die Fichte wird in den nächsten Wochen festlich geschmückt und ab dem 26. November den traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg zieren.

 

„Wir hoffen, dass sich viele Menschen dem Beispiel Frankfurts anschließen und sich auch für einen möglichst umweltfreundlichen Weihnachtsbaum entscheiden“, sagte Nina Griesshammer, WWF Waldexpertin, bei der Übergabe. Der WWF hoffe, dass das gemeinsame Weihnachtsprojekt ein gelungener Auftakt für eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt sein wird. Denn Nina Griesshammer wünscht sich, dass auch die Wälder der Stadt Frankfurt bald ein FSC-Siegel tragen.

 

WWF-Tipps für einen ökologischen Weihnachtsbaum

 

In mindestens jedem zweiten deutschen Haushalt wird im Dezember ein Weihnachtsbaum die Wohnstube schmücken – das entspricht einem Gesamtverkauf von schätzungsweise 20 bis 25 Millionen Stück. Etwa ein Fünftel aller Weihnachtsbäume werde von weither importiert, zum Beispiel aus Skandinavien und Irland. Der WWF empfiehlt beim Kauf eines Weihnachtsbaums und anderer Holzprodukte das Siegel des Forest Stewardship Council – ein stilisierter Baum mit dem Kürzel FSC. Es garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine wirtschaftlich tragfähige und zugleich umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt. Jeder, der einen FSC-Baum kauft, setzt an Weihnachten ein deutliches Zeichen gegen unnötige Kahlschläge von Wäldern, gegen Dünger und Pestizide, gegen gentechnisch manipulierte Pflanzen und gegen riesige Monokulturen. Weihnachtsbäume aus FSC-zertifizierten Betrieben stammen meist aus dem Wald, werden hin und wieder aber auch auf speziell zu diesem Zweck angelegten Sonderflächen angebaut.

 

Zu den weiteren Tipps des WWF für einen ökologisch verträglichen Weihnachtsbaum zählt, dass es sich um eine heimische Baumart handeln und der Weihnachtsbaum aus einem Forstbetrieb in der näheren Umgebung stammen sollte. Nur so können unnötig lange Transportwege vermieden werden. Zu den für Deutschland typischen Nadelbäumen, die sich gut als Weihnachtsbaum eignen, gehören Fichten und Tannen. Diese sind nach Ansicht des WWF unbedingt den immer beliebter werdenden Douglasien, die ursprünglich aus Nordamerika stammen, und anderen „exotischen“ Nadelbäumen vorzuziehen.

 

Der WWF Deutschland – seit fast 30 Jahren Naturschutz aus Frankfurt in aller Welt

 

Die Umweltstiftung WWF Deutschland wurde 1963 in Bonn als gemeinnützige, unabhängige und überparteiliche Stiftung gegründet. Vor knapp 30 Jahren, im Mai 1978, erfolgte der Umzug nach Frankfurt am Main. Zunächst lagen die WWF-Büros in der Myliusstraße im Westend, später in der Hedderichstraße in Sachsenhausen, seit 1999 in den heutigen Räumen in der Rebstöcker Straße im Gallusviertel.

 

Rund 65 Mitarbeiter sind in der Frankfurter Zentrale beschäftigt und betreiben von hier Naturschutzprojekte in aller Welt, insbesondere den Schutz der Wälder und bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

 

Daneben unterhält der WWF verschiedene Außenstellen in Mölln, Dessau, Husum, Stralsund, das Internationale WWF-Zentrum für Meeresschutz in Hamburg sowie ein Hauptstadtbüro in Berlin. Der WWF Deutschland stützte sich 2006 auf rund 324.000 Mitglieder und Spender und verfügte über ein Naturschutzbudget von 27,3 Millionen Euro.

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