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Handys helfen dem Orang-Utan

03. Januar 2007

WWF-Verbrauchertipp: Gebrauchte Handys abgeben, nicht wegwerfen

 

 

22 Millionen Haushalte bundesweit erhalten ab Montag, den 8. Januar 2007 eine Versandtasche für nicht mehr gebrauchte Mobiltelefone. Zu dieser bislang größten Handysammelaktion in Deutschland rufen der neue Mobil- und Festnetzanbieter Talk Greener und der europäische Marktführer für Handyrecycling Greener Solutions GmbH gemeinsam mit dem WWF und weiteren Verbänden auf. Mit dem Erlös der Aktion wird unter anderem die Naturschutzarbeit des WWF unterstützt. „Gerade nach Weihnachten kommt diese Aktion wie gerufen“, freut sich Annette Herr vom WWF. „Viele Verbraucher hatten neue Handys unterm Weihnachtsbaum und können die alten Geräte jetzt problemlos entsorgen.“

 

Für die Verbraucher ist die Aktion kostenlos. In den kommenden Wochen bekommt jeder Haushalt eine vorbereitete Versandtüte in den Briefkasten. Die Verbraucher entfernen die SIM-Karte aus dem ausgedienten Handy, legen das Handy in die Versandtasche und stecken sie in den nächsten Briefkästen. Das Porto bezahlt der Empfänger.

 

Nach nur 18 bis 24 Monaten Nutzungszeit landen viele Mobiltelefone im Hausmüll, obwohl sie als Sondermüll dort nicht hingehören. Über 100 Millionen Mobiltelefone werden jährlich europaweit ausgemustert. 20.000 Tonnen Elektroschrott entstehen so.

 

Telefone und Akkus enthalten laut WWF giftige Substanzen, die umweltgefährdend sind. Bei den ausgedienten Mobiltelefonen, die dem Recycling zugeführt werden, gelangen die Stoffe nicht in die Umwelt, sondern werden fachgerecht entsorgt oder wiederverwertet. „Jedes eingesandte Handy hilft der Umwelt gleich dreifach: Es wird verhindert, dass Giftstoffe in die Umwelt gelangen. Wertvolle Rohstoffe werden wieder verwertet. Und es fließt eine Spende in die Naturschutzarbeit des WWF“, erläutert Talk Greener Geschäftsführer und Initiator der Aktion Colin Armstrong-Bell.

 

Bis zu drei Euro pro Handy gehen an den WWF, an das Deutsche Kinderhilfswerk oder an die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe. Der WWF fördert mit dem Geld unter anderem die Pflanzung neuer Bäume auf der südostasiatischen Insel Borneo, um so den Regenwald als Lebensraum für die stark bedrohten Orang Utans zu erhalten.

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