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Hoffnung für die Blauwale Das Herz der Meere

Der Blauwal ist das größte Tier der Welt – und zugleich ein einziges, tiefes Geheimnis: Wir wissen fast nichts über ihn. Dabei können wir nur wirksam schützen, was wir gut kennen. Deshalb begibt sich ein kleines Team des WWF in Chile auf die unbekannten Pfade der Blauwale.

Ein Leben für die Blauwale

„Immer wenn ich einen Blauwal sehe, überkommt mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Vielleicht geht es den Walen mit uns ja genauso? Die Blauwale bemerken uns, sie spüren unsere Nähe. Was sie wohl denken?

Diesem Tier will ich mein Leben widmen

Francisco Viddi vom WWF Chile
Francisco Viddi vom WWF Chile

Blauwale sind einzigartig - anmutig und überwältigend schön. Sie geben mir Hoffnung. Als ich das erste Mal in meinem Leben einen Blauwal gesehen habe, wusste ich: Diesem Tier will ich mein Leben widmen. Genau so ist es gekommen. Seit mehreren Jahren leite ich das WWF-Blauwalteam in Chile. Etwas Beglückenderes kann ich mir nicht vorstellen.

Mein Traum ist, das größte Tier der Erde am Leben zu erhalten. Denn jahrzehntelang wurde der Blauwal gejagt und fast ausgerottet. Heute ist sein Lebensraum durch Schiffsverkehr, Lärm, Verschmutzungen und industrielle Fischerei bedroht. Wir brauchen dringend Schutzgebiete an den Stellen, die für die Tiere lebenswichtig sind.

Doch dafür müssen wir diese Stellen erstmal kennen. Niemand hat jemals einen Blauwal beim Kalben gesehen. Wir wissen nicht, wo die Meeresriesen ihre Jungen bekommen. Auf welchen Routen wandern sie? Wo sind ihre wichtigsten Futtergebiete? Wollen wir die Tiere wirksam schützen, müssen wir ein paar ihrer großen Geheimnisse lüften.

Deshalb statten wir die Blauwale mit Sendern aus. Über Satellit können wir anschließend ihre Bewegungen verfolgen. Die Daten, die wir so sammeln, helfen uns, die für die Tiere entscheidenden Schutzgebiete auszumachen.

Die Einzelgänger machen uns diese Aufgabe nicht leicht: Sie können problemlos 200 Kilometer am Tag schwimmen und sind verdammt schnell. Wir suchen sie hier in einem riesigen Gebiet. Aber wir müssen mehr Wale mit Sendern ausstatten, und wir müssen dies über einen Zeitraum von mehreren Jahren tun. Denn nur so bekommen wir verlässliche Informationen. Damit können wir den Tieren wirklich helfen.

Oft scheint mir die Rettung der Blauwale wie ein Marathon: Es gibt noch unendlich viel zu tun und gleichzeitig wächst die Bedrohung für die Tiere jeden Tag. Wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir werden gebraucht.“

Francisco Viddi vom WWF Chile

Den Giganten auf der Spur

© Florian Schulz /visionsofthewild.com
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© Arco Images
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© Robert Günther / WWF
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© Teo Lucas / WWF
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© Francisco Viddi / WWF
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© Francisco Viddi / WWF
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© Robert Günther / WWF
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© Francisco Viddi / WWF
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© Robert Günther / WWF
© Robert Günther / WWF
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„Im Angesicht eines Blauwals merkst Du erst, wie klein und unbedeutend Du bist.“ Francisco Viddi vom WWF weiß, dass es ein Privileg ist, die faszinierenden Tiere zu beobachten. Und nur aus der Nähe kann er sie voneinander unterscheiden.

Welche Eigenarten kennzeichnen die Riesen der Meere? Welche Geheimnisse bewahren sie? Und wie legt man einem Blauwal einen Sender an?

Die Wanderrouten der Blauwale

Wo halten sich die Blauwale hauptsächlich auf? Wo bekommen sie ihre Jungen? Schon die ersten Daten unserer Blauwal-Besenderung verraten viel: In den Sommermonaten tummelt sich eine Population von Blauwalen im Golf von Corcovado, um sich für ihre bevorstehende Wanderung genügend Fett anzufressen. Kurz nach unserer Besenderung machen sie sich dann auf die Reise in die Weiten des pazifischen Ozeans. Ihr Ziel: unbekannt.

Schon bald folgen weitere spannende Erkenntnisse: Innerhalb von acht Wochen legten einige der besenderten Blauwale bereits eine Strecke von mehr als 4000 Kilometern in Richtung Äquator zurück. Dabei tauchten sie bis zu 150 Meter tief.

In den nächsten fünf Jahren müssen allerdings noch viele weitere Blauwale besendert werden. Nur so können wir verlässliche Muster erkennen. Nur so kommen wir unserem Ziel ein Stück näher: Schutzgebiete einzurichten, die den Giganten bei ihrer Wanderung, Kalbung und Nahrungssuche die nötige Sicherheit bieten - ohne Bedrohung durch Schiffsverkehr, industrielle Fischerei oder Lachsfarmen in den Küstengewässern.

Hand aufs Herz: Wal-Wissen

Der längste Blauwal, die höchste Wasserfontäne und das größte Herz der Welt: Spannende und rekordverdächtige Fakten zum Rätseln und Staunen. Viel Spaß!

Retten Sie die blauen Riesen

Unterstützen Sie unsere Arbeit vor der Küste Chiles und bewahren Sie die größten Tiere der Welt vor dem Untergang!