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Homöopathische Fortschritte in Kenia

18. November 2006

WWF ist unzufrieden mit Ergebnis der Klimaverhandlungen in Afrika

 

Berlin, 18.11.2006 - „Klimaschutz in homöopathischer Dosis“, so fasst der WWF die Ergebnisse des Klimagipfels in Nairobi zusammen. Zwar habe es Fortschritte in einigen Detailfragen gegeben, aber von Aufbruchstimmung gebe es keine Spur. Regine Günther, Leiterin des Klimaprogramms beim WWF Deutschland kritisiert, dass viele Länder trotz der Bedrohung immer noch nicht bereit seien, angemessen zu handeln. Der verabredete Zeitrahmen sei wenig ehrgeizig.     

 

Während die internationalen Verhandlungen nur im Schneckentempo voranschreiten, werden die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher. Zwar gebe es zu einer Fortsetzung der Verhandlungen auf der Basis der Gespräche in Nairobi keine Alternative, aber parallel brauche der Prozess klare Signale von den Regierungen der führenden Industrieländer.         

 

Der WWF  begrüßt, dass das Thema sowohl bei den G8-Verhandlungen im kommenden Jahr als auch in der deutschen EU Präsidentschaft ganz oben auf der Agenda steht. Überdies bleibe abzuwarten, wie sich die Diskussion in den USA nach den Kongresswahlen entwickle.  

 

Die Verhandlungen in Nairobi seien leider kaum über „warme Worte“ hinausgekommen. Es reiche nicht sich zum Klimaschutz zu bekennen. Verbindliche Zusagen müssten jetzt schnellstmöglich folgen. Ziel sei es, den Weg frei zu räumen, um eine weitere Reduktion der Treibhausgasemission für die Industrieländer auszuhandeln. Jetzt gehe es darum, die Schwellenländer stärker in den Klimaschutzprozess einzubinden und die Entwicklungsländer stärker zu unterstützen.

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