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Im Kino ein Held, braucht der Große Panda in der Realität viel Hilfe – Cineplex unterstützt den WWF

25. Juni 2008

 

Am 3. Juli läuft der neue Animationsfilm „Kung Fu Panda“ auch in Deutschland an. Star ist Po, der Nudelsuppen-Lehrling – dick, faul und niedlich, ein Großer Panda wie aus dem Bilderbuch. Doch Pummel-Po hat im alten China eine schicksalsträchtige Aufgabe: Nur er kann laut Prophezeiung das „Tal des Friedens“ retten. Und so lassen die Macher von „Shrek“ und „Madagascar“ den flauschigen Dickbauch zu einem gewieften Kung Fu-Kämpfer werden. So weit hergeholt ist dies gar nicht: In freier Wildbahn steckt tatsächlich in jedem Großen Panda ein Kämpfer. Die uns als so gemächlich bekannten Bären zeigen durchaus Zähne, wenn es beispielsweise um Weibchen geht. Die Kino-Kette Cineplex, in der der Sommer-Familienfilm am Donnerstag anläuft, spendet von jeder verkauften Eintrittskarte für "Kung Fu Panda" zwei Cent an den WWF, um die Arbeit der Naturschutzorganisation zu unterstützen.

 

Denn die Lage der 1.600 wildlebenden Großen Pandas ist nach dem schweren Erdbeben in Chinas Pandaregion am Pfingstmontag bedrohlich. In der Krisenregion sind 49 Panda-Schutzgebiete weitgehend verwüstet, insgesamt sind 84 Prozent (1,9 Millionen Hektar) der Panda-Lebensräume der Panda-Lebensräume durch das starke Beben beschädigt, über 8 Prozent sind zerstört. Erdrutsche, Geröll und die anhaltende Gefahr von Dammbrüchen machen es den Tieren zusätzlich schwer, ihre Hauptnahrung Bambus zu finden. Zudem ist das Wasser in der Krisenregion durch freigesetzte Chemikalien stark verschmutzt.

 

Wie viele Pandas das Erdbeben nicht überlebt haben, ist ungewiss. WWF-Expertin Vera Reifenstein: „Im Moment versuchen wir, die Wildhüter und ihre Familien in der Erdbebenregion mit dem Nötigsten zu versorgen. Viele Schutzhütten sind zerstört, es fehlt am Einfachsten. Erst, wenn die grundlegenden Arbeitsbedingungen wieder hergestellt sind, werden wir einen Überblick über das gesamte Ausmaß bekommen.“

 

Das Erdbeben vom 12. Mai hat in der Panda-Provinz Sichuan im Südwesten Chinas nicht nur viele Opfer gefordert, sondern auch die jahrzehntelange erfolgreiche Pandaschutz-Arbeit um Jahre zurückgeworfen. Der WWF arbeitet seit 1980 mit lokalen Behörden und der Bevölkerung vor Ort daran, die Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Tiere zu schützen, Korridore für ihre Wanderrouten zu schaffen und so der gefährlichen genetischen Isolation der Tiere entgegenzusteuern. Diese Arbeit wird fortgesetzt.

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