Ein Platz für wilde Tiere
Naturschutz auf Grzimeks Spuren

- © Frederking & Thaler
Aus der großen Zahl der Bücher über zeitgemäßen Naturschutz ragt „Ein Platz für wilde Tiere“ weit heraus. In leichter Abwandlung der von Bernhard Grzimek geprägten Erfolgstitel („Ein Platz für Tiere“ im Fernsehen und „Kein Platz für wilde Tiere“ als Kinofilm und Buchtitel) haben sich Dagmar Andres-Brümmer, Antje Müllner und Christof Schenck von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) auf die Spuren des 1987 gestorbenen begnadeten Naturschützers begeben.
Nach dessen Würdigung und einem gekonnten Eingangskapitel über die Biodiversität erhält der Leser einen profunden Einblick in die jahrzehntelange Arbeit in zehn besonders wichtigen Projektgebieten der ZGF. Illustriert durch hervorragende Fotos und Karten stellen die Autoren die ganze Bandbreite der Herausforderungen und des segenreichen Wirkens der Organisation mit dem Gorillakopf im Wappen dar. Aus jedem Satz spricht sowohl die Kompetenz als auch eine gekonnte Darstellungsgabe: Erkenntnisgewinn und Unterhaltung, an denen Bernhard Grzimek seine Freude gehabt hätte.
Nach den einzelnen Kapiteln beantworten prominente Naturschützer und Wissenschaftler grundsätzliche Fragen zu dem jeweils vorausgegangenen Thema. In einem Nachwort wirbt Prof. Klaus Töpfer mit überzeugenden Argumenten dafür, die natürlichen Ressourcen für die Zukunft zu bewahren.
Herzlichen Glückwunsch den Freunden und Kollegen von der ZGF zu diesem ausgezeichneten Buch!
C.-A.v.T.
D. Andres-Brümmer, C. Schenck:
Ein Platz für wilde Tiere
Verlag Frederking & Thaler 2008, 240 Seiten mit ca. 200 Farbfotos, geb., 24,5 x 28,5 cm, ISBN: 978-3-89405-676-6, EUR 39,90

